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Top-Favorit strauchelt - Wolfsburg-Star schlägt Aufstiegs-Alarm

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Top-Favorit strauchelt - Wolfsburg-Star schlägt Aufstiegs-Alarm

Eine Pleite mit Ansage. In dieser Saison konnten beim VfL Wolfsburg schwache Leistungen oder schlechte Spielphasen mit guten Ergebnissen kaschiert werden. Ein Pokal-Aus beim Regionalligisten Altglienicke wurde erst im Elfmeterschießen abgewendet. In Hannover war das 1:0 unverdient. Gegen Cottbus gab es ein 4:4 trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung. Beim FC St. Pauli folgte nun die erste Saison-Niederlage (0:1).

Nach fünf Spieltagen stehen bei den Niedersachsen erst zwei Siege und acht Punkte auf der Habenseite – für den Aufstiegsfavoriten Nummer 1 viel zu wenig. Langsam drängt sich die Frage auf: Verstehen die Kicker die Spielidee des neuen Trainers Tobias Strobl (38) nicht?

„Wir haben noch kein Spiel in dieser Saison über 90 Minuten top gespielt. Wir haben immer wieder gute Ansätze dabei. Aber wir schaffen es noch nicht, stabil genug zu sein“, sagt Rechtsverteidiger Kilian Fischer (25). „Wir sind aktuell noch weit weg davon, eine Top-Mannschaft zu sein.“ Woran liegt es? „Ehrlicherweise hätte es mich gewundert, wenn nach dem Abstieg mit einem kompletten Neuanfang, mit einer komplett neuen Startaufstellung, mit einem neuen Trainer, einer neuen Spielphilosophie, alles von Anfang an perfekt laufen würde. Mit der Niederlage gegen St. Pauli sieht der Saisonstart natürlich nicht mehr so gut aus, wie er sich die ersten Wochen angefühlt hat.“ Der Ex-Nürnberger weiter: „Wenn man ganz oben mitspielen will, dürfen nicht so viele Fehler passieren wie gegen St. Pauli.“

Ähnlich sieht es auch sein Abwehrchef. „Wir spielen noch nicht auf dem hohen Level, auf dem wir spielen können. Wir haben schon einen sehr hohen Anspruch an uns“, sagt Hauke Wahl (32). „Es ist ein Prozess und da gehören auch Niederlagen dazu, egal wie hoch ein Kaderwert ist. Man darf nicht vergessen, dass wir nicht so lange zusammen sind und noch dabei sind, uns zu finden. Das sind keine Ausreden, aber Begründungen, warum wir noch nicht auf dem hohen Level sind, das man von uns erwartet.“

Glaubt Trainer Strobl, dass die Wölfe-Stars seine Philosophie noch nicht verinnerlicht haben? „Es geht nicht um meine Spielidee. Es geht darum, was am besten zur Mannschaft passt. Und da wussten wir, dass es in den ersten Wochen einfach ruckeln kann. Das hat was mit dem Grundgerüst zu tun. Wann findest du es, wie findest du es?“, antwortet der Hecking-Nachfolger auf die BILD‑Frage. „Die Mannschaft wird nicht ungeduldig. Wir wissen, dass es vielleicht extern auch kritischer werden kann. Aber wir müssen uns vertrauen und sind in einem Prozess. Und wir wissen, dass wir noch zulegen können.“

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