Landeslabor Berlin-Brandenburg: Landeslabor: Anteil gesundheitsschädlicher Proben minimal
Hunderttausende Proben werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg untersucht.
Die allermeisten sind unauffällig.
Zu den wenigen schädlichen Lebensmitteln gehören welche, die bei Kindern beliebte sind.
Nur ein sehr kleiner Anteil der im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) untersuchten Lebensmittelproben ist im vergangenen Jahr als gesundheitsschädlich eingestuft worden.
Insgesamt wurden 27.614 Lebensmittelproben untersucht, 0,2 Prozent davon galten als bedenklich, wie es im Jahresbericht des Labors heißt.
Dazu gehören den Angaben nach sieben Proben Süßwaren mit zugesetzten Cannabinoiden sowie sieben Proben Slush- Eis .
Slush-Eis besteht vor allem aus Wasser, Zucker oder Süßungsmittel, Aromen und Farbstoffen, wie das Labor erklärt.
Für die Konsistenz sorge vor allem bei zuckerreduzierten Produkten Glycerin - und genau bei dem Stoff könne es kritisch werden.
Glycerin ist ein farb- und geruchsloser Zuckeralkohol und stellt nach Angaben des Labors das chemische Grundgerüst natürlicher Fette und Öle dar.
Als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E422 wird Glycerin unter anderem als Feuchthaltemittel für Backwaren und Kaugummi genutzt.
In Slush-Eis reduziere es den Gefrierpunkt, und sorge für die halbfeste Konsistenz, so das LLBB.
Nebenwirkungen von Glycerin Bei einer zu hohen Dosierung könne Glycerin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Bewusstseinseintrübungen führen.
Vor allem Kinder seien gefährdet, da die Verträglichkeit vom Körpergewicht abhänge.
Das Bundesinstitut für Risikoforschung stuft eine Dosis ab 250 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht als gesundheitlich bedenklich ein.
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