Todesstrafen im Iran: Mann im Iran wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet
Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Das teilte der Informationsdienst der iranischen Justiz Misan mit. Der Oberste Gerichtshof des Landes habe zuvor das Todesurteil wegen Spionage und Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad bestätigt. Dem Mann war vorgeworfen worden, Informationen über Raketenstellungen während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 an Israel weitergegeben zu haben. Dazu gehörten Erkenntnisse über sensible Militärstandorte in der Provinz Isfahan. Er habe aus finanziellen Gründen spioniert.
Menschenrechtsgruppen kritisieren die Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Iranische Behörden formulieren Vorwürfe wie Spionage , Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung oft nur vage und verhängen dann Todesurteile.
Nach Angaben der regierungskritischen iranischen Menschenrechtsorganisation Abdorrahman Boroumand Center for Human Rights in Iran mit Sitz in Washington wurden in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 Menschen hingerichtet. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet. So viele Hinrichtungen gab es seit 1981 nicht mehr.
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