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Deutschland

Keiner spielt so viel wie er - Darum macht Zverev keine Pause

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Keiner spielt so viel wie er - Darum macht Zverev keine Pause

Er spielt und spielt und spielt! Tennis-Star Alexander Zverev (29) gönnt sich keine Pause! Keiner spielt mehr als er. Sechs Tage nach seinem US-Open-Sieg will er an diesem Wochenende in Halle/Westfalen Deutschland im Davis-Cup gegen Kroatien in die Endrunde führen. Los geht’s für die Nummer 2 der Welt am Sonnabend (14 Uhr) gegen Matej Dodig (21/Nr. 171). Es ist sein 67. Match in diesem Jahr.

Die großen Ziele des Hamburgers bis November: „Wir möchten die Chance nutzen, den Davis-Cup zu gewinnen.“ Er weiß: „Wir werden auch irgendwann älter und ich glaube , dass wir mit diesem Team noch Chancen haben. Aber nur noch dieses Jahr und vielleicht die nächsten paar Jahre, aber nicht mehr zehn Jahre“, sagt der Olympiasieger von 2021. Wie stehen die deutschen Chancen dieses Jahr? „Wir als Mannschaft können es schaffen, warum nicht? Ich meine, wir haben einen relativ guten Einzelspieler an Nummer 1, würde ich jetzt mal sagen, und eines der besten Doppel der Welt. Wir haben auch eine der besten Nummern zwei, egal, ob da Daniel, Yannik oder Struffi (Jan-Lennard Struff; d. Red.) spielen. Wir haben auf jeder Position das, was wir brauchen, um den Davis Cup zu holen.“

Zverev marschiert dabei voran, spielt durch: Davis-Cup, Show-Turniere, ATP-Events. Der Grund für das Mammut-Programm: Er will die Nummer 1 der Welt werden. „Ich möchte jetzt keine großen Pausen einlegen, weil ich diese Form behalten möchte.“ Er will nicht, dass es ihm so geht wie nach dem verlorenen Wimbledon-Finale. „Ich habe eine Woche freigehabt, dann drei Wochen trainiert und habe noch eineinhalb Monate gebraucht, um den Ball halbwegs ins Feld zu spielen.“

Die Folge: Früh raus in Montreal und Cincinnati; wichtige Punkte im Kampf um die Nummer 1, die der verletzte Jannik Sinner (25) noch innehat, verloren. Zverev: „In Montreal habe ich wenig ins Feld gespielt, in Cincinnati wurde es ein bisschen besser und dann die ersten beiden Runden bei den US Open habe ich wie ein Anfänger gespielt. Dann wurde es irgendwann besser.“ Kann man wohl sagen. Er gewann seinen zweiten Grand-Slam-Titel binnen 98 Tagen.

Sieht er in dem wahnsinnigen Programm keine Gefahr? Nächste Woche ist der sportlich wertlose Laver-Cup in London, der Vergleich Europa gegen Welt. Dann die Asien-Tour mit Peking, dem Masters in Shanghai und dem Six Kings Slam, dem Show-Turnier in Saudi-Arabien. Schließlich dann Wien, Paris und die ATP Finals. Zu denen könnte er schon als Nummer 1 fahren. „Irgendwann wird es mental schwer“, gibt Zverev zu, aber ich weiß, um was es für mich geht. Ich glaube, das ist kein Geheimnis.“ Er meint die Nummer 1. von der ihn noch 1810 Punkte trennen. „Da muss ich mich halt mental ein bisschen durchbeißen, das ist auch okay so.“

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