Nord-Stream-Prozess: Nord-Stream-Anschlag: Erster mutmaßlicher Täter vor Gericht
2022 reißen Explosionen vier Lecks in die Nord-Stream-Pipelines am Ostseegrund.
Der Anschlag sorgt weltweit für Schlagzeilen.
Nun steht erstmals ein mutmaßlicher Täter vor Gericht.
Begleitet von einem großen internationalen Medien-Rummel und Solidaritätsbekundungen im Saal hat in Hamburg der Prozess um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee begonnen.
Angeklagt ist der frühere Offizier einer Spezialeinheit der ukrainischen Armee, Serhij Kusnetzow.
Der 50-Jährige soll die wohl spektakulärste Sabotageaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte vor rund vier Jahren geplant und überwacht haben.
Die Bundesanwaltschaft beschuldigt Kusnetzow am Hanseatischen Oberlandesgericht unter anderem eines Kriegsverbrechens, nämlich des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung durch einen Angriff gegen zivile Objekte.
Zudem wird er verdächtigt, eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt, Bauwerke zerstört und öffentliche Betriebe gestört zu haben.
Am 26.
September 2022 detonierten in der Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm in etwa 80 Metern Tiefe mehrere Sprengsätze.
Die beiden Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 wurden dadurch beschädigt.
Insgesamt gab es vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen.
Anklage geht von sieben Tätern aus Den Gasfluss nach Deutschland über Nord Stream 1 hatte Russland schon gut drei Wochen zuvor abgedreht - angeblich wegen technischer Probleme.
Nord Stream 2 war wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der folgenden politischen Streitigkeiten gar nicht in Betrieb gegangen.
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