Nepal und Tibet: Neue Warnung im Flutgebiet, China verwirrt mit Vermisstenzahlen
Auch mehrere Tage nach der Sturzflut im Himalaja gehen die Suche nach Überlebenden und die Bergung von Opfern weiter. Schlechtes Wetter hat die Arbeiten in den betroffenen Katastrophengebieten zuletzt erschwert.
In Nepal mussten die Rettungsarbeiten deswegen sogar vorübergehend ausgesetzt werden. Regen und dichter Nebel erschwerten die Rettungsarbeiten, sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch auf chinesischer Seite im benachbarten Tibet beeinträchtige Regen die ohnehin schon durch zerstörte Straßen und unterbrochene Kommunikationsverbindungen erschwerten Einsätze.
Nun hat Nepals Katastrophenschutz vor einer möglichen weiteren Flut gewarnt. Die Warnung galt für den Fluss Bhotekoshi, wie der Katastrophenschutz auf der Onlineplattform X mitteilte. Menschen in den Gegenden Rasuwa, Nuwakot und Dhading wurden aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich nicht in der Nähe von Flüssen aufzuhalten. Ein Augenzeuge berichtete, dass in der Region Battar im Bezirk Nuwakot viele Menschen die Berge hinaufliefen, um an sichere Orte zu gelangen.
जिल्ला प्रशासन कार्यालय, रसुवाबाट भोटेकोशी नदीमा बाढीको बहाव बढेको आवाज सुनिएको भन्ने सूचना प्राप्त भएकोले रसुवा, नुवाकोट, धादिंङसम्म नदी आसपासको क्षेत्रमा सतर्कता अपनाउनु हुन अनुरोध गर्दछौं। थप जानकारी प्राप्त हुनासाथ थप अपडेट गर्दै जाने छौै।
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Am vergangenen Mittwoch hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Abbruch an einem Gletscher im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Sturzflut ausgelöst. Diese hatte sich anschließend durch den Bhotekoshi von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal ihren Weg gebahnt und dabei massive Schäden verursacht.
Nach jüngsten Informationen der Behörden in China und Nepal wurden als Folge der Naturkatastrophe bislang 691 Todesopfer registriert. Zuvor hatten die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet die Zahl der Toten von 7 auf 16 erhöht. Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Zusammen mit den mehr als 2400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit rund 3000 Menschen weiter als vermisst – darunter Hunderte Ausländer.
Unter den in China vermissten Ausländern sind laut chinesischen Behörden auch drei Deutsche. Das teilte die Regierung in der autonomen Region Tibet mit. Ob sich damit die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar. Unter anderem befand sich eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter am Unglückstag noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, wie ein Reiseveranstalter auf Anfrage gesagt hatte.
Das Auswärtige Amt hatte bislang von einer hohen einstelligen Zahl an vermissten Deutschen in der Region gesprochen. In Nepal galten noch acht Deutsche als vermisst.
Die vermissten Ausländer stammten aus insgesamt 23 Ländern, die meisten aus Nepal, wie die Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz sagten.
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