M. Beisenherz: Sorry, ich bin privat hier: Beobachtungen aus dem Schulalltag: Jeder Dritte heißt Noah
Seine Tochter kommt auf die weiterführende Schule.
Unser Kolumnist Micky Beisenherz beobachtet die Aula – und sich selbst.
Dass ich mit einem guten Gefühl ein Schulgebäude verlassen würde, war auch nicht anzunehmen.
Wenn du als Erwachsener aus einer Schule trittst, hast du für gewöhnlich gerade in einer Wahlkabine zähneknirschend das kleinste Übel gewählt oder: Dein Kind ist auf die höhere Schule gewechselt.
Eben noch hielt ich zum Ende der Grundschulzeit ein paar schluchzende Mädchen in den Armen, schon befinde ich mich in der Aula und bin Teil eines Eröffnungszeremoniells.
Dass ich als Vater überhaupt dabei bin, kommt mir wie ein kleines Wunder vor.
Bin mir relativ sicher, dass mein Papa erst Wochen später von meinem Schulwechsel Notiz genommen hatte.
Eine Feier gab’s damals auch nicht.
Stattdessen von da an täglich 45 Minuten Busfahrt.
Die wegen unerledigter Hausaufgaben morgens noch immens wichtig werden sollte.
Das Gebäude und die Schulhöfe waren ein komplett unerörtertes Gelände, das mir für die kommenden neun Jahre sehr vertraut werden sollte.
Inklusive meiner kulinarischen Großtat im Oberstufenpausenraum: Lumumba aus dem Wasserkocher.
Knallt gut, schwer zu reinigen.
Das Schulorchester spielt „Mission Impossible“ Zurück ins Jetzt: Das Mittelstufenorchester spielt Hits im Big-Band-Sound.
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