Forderungen nach langsamerer KI-Entwicklung werden lauter
Die Forderungen nach einer langsameren Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sind in den USA und in Europa lauter geworden.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch an, sie werde die führenden KI-Firmen zu Beratungen darüber einladen, „einen Gang zurückzuschalten“.
KI-Größen wie OpenAI und Anthropic hatten sich für ein Drosseln der Entwicklung ausgesprochen, US-Präsident Donald Trump und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen dies hingegen ab.
Die Bedenken gehen auf eine Reihe von Hacking-Vorfällen bei OpenAI und Anthropic zurück, bei denen KI-Agenten sich während Testläufen eigenständig mit dem Internet verbanden und andere Plattformen angriffen.
Anthropic-Chef Dario Amodei rief daraufhin dazu auf, die KI-Entwicklung weltweit zu drosseln.
Er bekam Unterstützung von mehreren Konkurrenten, darunter OpenAI-Chef Sam Altman.
Die Vorfälle sorgen für Verunsicherung.
Einer Umfrage zufolge plädiert eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland ebenfalls für einen vorübergehenden Entwicklungsstopp.
64 Prozent der Befragten einer Yougov-Umfrage sprachen sich nach Angaben vom Mittwoch für seine solche Entwicklungspause aus, wenn Fachleute entsprechende Zweifel äußern.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) forderte internationale „Leitplanken“ für Künstliche Intelligenz .
Die EU hat schon seit 2024 ein KI-Gesetz.
Damit sei Europa weltweit Vorreiter, sagte von der Leyen am Mittwoch.
Das Gesetz verbietet einige Anwendungen und schreibt Unternehmen zudem vor, Risiken bei der Entwicklung zu überwachen und einzudämmen.
Bislang hatte das aber noch keine Folgen für die Unternehmen.
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