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Deutschland

Hilferuf der Spediteure an Kanzler Merz - Diesel-Schock! 1800 Euro Mehrkosten pro LKW

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Hilferuf der Spediteure an Kanzler Merz - Diesel-Schock! 1800 Euro Mehrkosten pro LKW

Frankfurt am Main – 60 Cent mehr pro Liter Diesel! Damit stehen Deutschlands Spediteure vor der Kosten-Katastrophe. Bei 10.000 Kilometern im Monat kostet der Diesel-Schock für jeden Lkw 1800 Euro extra. Der Bundesverband Güterverkehr hat jetzt einen dramatischen Hilferuf an Bundeskanzler Friedrich Merz verfasst. Denn die Folgen sind fatal: Viele Spediteure können die Kosten kaum stemmen und es drohen im schlimmsten Fall Versorgungslücken.

Es sind 466 drastische Worte auf zwei Seiten, die enorme Sprengkraft für Deutschland haben. Am Donnerstag hat der Diesel den höchsten Preis erreicht, der jemals für einen Liter bezahlt werden musste. Und ein Ende der Preissteigerungen ist nicht in Sicht.

In einem offenen Brief wendet sich Prof. Dr. Dirk Engelhardt (52), Vorstand des Bundesverbands Güterverkehr, an den Bundeskanzler. Es ist ein Hilferuf, hinter dem rund 7.000 überwiegend familiengeführte Mitgliedsunternehmen stehen.

„Seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten ist der Dieselpreis um netto ca. 60 Cent pro Liter gestiegen.“ Für einen Lkw mit 10.000 Kilometern im Monat bedeutet das laut Engelhardt 1.800 Euro Mehrkosten pro Monat. Der Verbandschef rechnet weiter vor: „Das bedeutet für eine Fahrzeugflotte von 50 Lkw zusätzliche Kosten von 1.080.000 Euro pro Jahr. Diese Kostensteigerungen können von den Betrieben kaum noch allein getragen werden.“ Gerade kleinere und mittlere Speditionen könnten die Kosten oft nicht an ihre Auftraggeber weiterreichen.

Fatale Folge: „Die hohen Dieselpreise gefährden daher zahlreiche mittelständische Betriebe“, so Engelhardt. Dann die Hammer-Warnung: „Wegen der ohnehin geringen Gewinnmargen im Transportgewerbe besteht akuter politischer Handlungsbedarf, um die Versorgungssicherheit für die Gesellschaft nicht langfristig zu gefährden.“

Deshalb fordert der Bundesverband Güterverkehr, dass die angekündigte und im Koalitionsvertrag vereinbarte doppelte CO 2 -Abgabe aufgehoben wird. Und dass nach Vorbild anderer EU-Mitgliedstaaten (u.a. Frankreich, Italien, Spanien) Gewerbediesel eingeführt wird. Engelhardt: „Hierfür werden Tankbelege bei den zuständigen Behörden für vorab mit Fahrzeugschein registrierte Fahrzeuge eingereicht und die Energiesteuer als echte Liquiditätshilfe in Teilen zurückerstattet.“

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