„Angespannte Situation“: Trotz Regen: Es ist viel zu trocken in Hessen
Das Niederschlagsdefizit wird wohl bis Jahresende nicht ausgeglichen.
Die Folgen sind im ganzen Land zu sehen, besonders im Süden.
Trotz Regens dauert die Trockenheit in Hessen an.
Die Niederschläge der vergangenen Tage hätten das Defizit noch lange nicht ausgeglichen, sagt Andreas Brömser vom Deutschen Wetterdienst (DWD): „Der Regen ist sicher hilfreich, doch es fehlen mehrere Monatsniederschläge.“ Solche Mengen seien derzeit nicht in Sicht.
Bereits seit März sei es deutlich zu trocken.
Die Folgen für die Natur seien dann im Sommer sichtbar geworden, auf den Feldern und auch in den Wäldern.
Auch die Hitzewellen verursachten Schäden - direkt durch Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen, zudem steigt die Verdunstung, wenn es heiß ist.
DWD: Südhessen am Rande einer Dürre In Hessen gebe es meist ein Nord-Süd-Gefälle beim Regen , und dies sei in diesem Jahr noch größer, sagte Brömser.
Im Süden sei es stellenweise fast so trocken wie im Dürrejahr 2018 - die Region stehe vor allem mit Blick auf die Auswirkungen des Regenmangels auf die Pflanzenwelt und die Landwirtschaft am Rande einer Dürre, sagte der Agrarmeteorologe.
Doch auch im Norden seien die Folgen des Regenmangels sichtbar.
Es sei relativ wahrscheinlich, dass das 2026 aufgelaufene deutliche Niederschlagsdefizit nicht bis zum Jahresende ausgeglichen werde.
Die Meteorologen betrachten den Boden und messen, bis in welche Tiefe er trocken ist.
Brömser sprach von einer angespannten Situation mit Werten, die extrem weit unter den für die Jahreszeit üblichen lägen.
Es werde Monate dauern, bis hier wieder normale Werte erreicht würden.
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