Bebauung des Tempelhofer Feldes: Bauen oder chillen?
DIE ZEIT: Herr Evers, Berlin hat vor fast 20 Jahren seinen zentralen Flughafen Tempelhof stillgelegt. Seither gibt es eine Freifläche von 300 Hektar mitten in der Stadt: das Tempelhofer Feld. Als Ergebnis eines Volksentscheids von 2014 soll es dauerhaft unbebaut bleiben. Sie wollen das nun ändern. Warum?
Stefan Evers: Weil die Welt sich verändert hat. Wohnraum ist an vielen Orten in Deutschland knapp geworden, aber nirgendwo sind die Angebotsmieten so stark gestiegen wie in Berlin. Das Tempelhofer Feld, das ich immer als einen magischen Ort begriffen habe, kann dazu beitragen, dieses Problem zu lösen. Hier können wir bezahlbaren Wohnraum für 50.000 Menschen schaffen – und gleichzeitig 200 der 300 Hektar Freifläche erhalten.
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