Verband bestraft Pyrotechnik - Klub muss blechen, weil ein verstorbener Fan geehrt wurde
Regelwerk ist Regelwerk. Und Verbot bleibt Verbot. Das bekam ein Fußballklub nun schmerzlich zu spüren.
Die BSG Stahl Brandenburg, ein Verbandsligist, muss 700 Euro Strafe an den Fußball-Landesverband Brandenburg abdrücken. Grund ist der Einsatz pyrotechnischer Erzeugnisse beim Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC (1:1) am 29. August. „Wir wollen dabei nichts verschweigen: Pyrotechnik ist nach den geltenden Verbandsbestimmungen untersagt und kann entsprechend sanktioniert werden. Trotzdem gehört für uns auch der Kontext dazu“, teilt der Klub mit.
Denn: Im Rahmen der an diesem Spieltag durch den Verband vorgesehenen Schweigeminute gedachten die Brandenburger Fans zugleich einem verstorbenen Anhänger aus der BSG-Gemeinschaft. „Einem Menschen, der Teil unseres Vereins und unserer Fanszene war und von dem an diesem Tag Abschied genommen wurde“, so der Klub. Die dabei eingesetzte Pyrotechnik sei dabei Teil dieses Gedenkens gewesen. „Dass aus einem solchen Moment am Ende eine Belastung von 700 Euro für unseren Verein entsteht, hinterlässt bei uns mehr als nur Fragezeichen“, schreibt die BSG in ihrer Mitteilung. „Wir möchten diese Summe nicht aus Geldern finanzieren, die eigentlich für den Fußball, unseren Nachwuchs und die tägliche Vereinsarbeit bestimmt sind.“
Deshalb soll zum nächsten Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen eine Spendenkanne durch das Stadion gehen. Der Klub: „Wer uns bei der Begleichung der Strafe unterstützen möchte, kann sich dort beteiligen. Jeder Euro hilft.“
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