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Gegen „kleine Stuttgarter“ - Preußen kämpft vor Grusel-Kulisse

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Gegen „kleine Stuttgarter“ - Preußen kämpft vor Grusel-Kulisse

Leere Ränge statt volles Haus. Auch das ist eine Facette der 3. Liga, an die sich die „Schwarz-Weiß-Grünen“ erst wieder gewöhnen müssen...

Wenn die Jungs von Chefcoach Thomas Wörle (44) am Sonntag im Stadion von Großaspach auf die U23 des VfB Stuttgart (13.30 Uhr/live bei Magenta) treffen, stehen sie zwar nicht allein auf weiter Flur dar. Doch selten war die Unterstützung vor Ort für sie so überschaubar.

Bis Freitagmittag konnten die Schwaben gerade einmal 370 Karten für den Gäste-Block verkaufen. Das letzte Mal, dass noch weniger Münster-Fans ihre Mannschaft begleiteten, liegt bereits zweieinhalb Jahre zurück. Zum 3:2-Sieg in Aue am 2. März 2024 hatten lediglich 350 Adler-Anhänger die weite Fahrt (572 Kilometer) auf sich genommen.

Auch jetzt ist das mangelnde Interesse wohl eher der stundenlangen An- und Abreise geschuldet. Fünf Stunden pro Weg, noch dazu an einem Sonntag – das lassen nur die „Treuesten der Treuen“ über sich ergehen. Klar, dass sich die Preußen fest vorgenommen haben, sie für diese Strapazen zu belohnen. Zumal sie sich mit einem Sieg – nach bislang sieben Punkten aus vier Spielen – im oberen Tabellendrittel festbeißen können.

Wörle vorausschauend: „Stuttgart II ist ein schwieriger Gegner mit vielen guten Talenten in seinen Reihen. Deshalb freue ich mich über jeden, der uns auf der Tribüne unterstützt. Zugleich habe ich aber auch volles Verständnis für alle, denen der Weg zu weit ist. Ich weiß, dass sie unseren Auftritt zu Hause am Fernseher verfolgen. Auch von dort können sie uns ihre Energie schicken.“

Welchen Spieltagskader er aufbieten wird, steht noch nicht endgültig fest. Wackelkandidat ist unter anderem Offensiv-Routinier Joshua Mees (30), der nach einer Adduktoren-Zerrung inzwischen zwar wieder im Mannschaftstraining ist. Da die Preußen aber vor einer schweren Englischen Woche – am Mittwoch geht's daheim gegen den 1. FC Saarbrücken (16.9./19 Uhr(LVM-Stadion) und sonntags darauf nach Mannheim (20.9./13.30 Uhr) – stehen, käme sein Einsatz gegen den VfB vielleicht noch zu früh.

Ähnlich sieht's beim wieder genesenen Montell Ndikom (21/nach Erkrankung) aus. Abwehr-Neuzugang Tim Dietrich (23) ist dagegen nach auskurierter Sprunggelenks-Verletzung wahrscheinlich wieder an Bord, wenn der Mannschaftsbus am Samstagmittag nach einem letzten Anschwitzen in Richtung Süden rollt.

Spannend die Frage, wer Niko Koulis (27) ersetzt. Sowohl als Abwehrchef, aber auch als Kapitän. Viel spricht dafür, dass Torge Paetow gemeinsam mit Lucas Zeller (26) und Antonio Tikvic (22) die neue Dreierkette bilden wird. Während die Binde am Oberarm von Keeper Morten Behrens (29) bleibt. Der hatte sie schon am vorigen Samstag gegen Havelse (2:1) übernommen, nachdem Koulis in der 39. Minute mit muskulären Problemen das Spielfeld verlassen musste. Und nun vor einer vierwöchigen Zwangspause steht.

Genauso fehlen weiterhin „Schweden-Oscar“ Vilhelmsson (22/Muskelbeschwerden), Simon Scherder (33) und Malik „Batman“ Batmaz (26/jeweils nach Kreuzbandriss) sowie Marvin Schulz senior (31/Innenbandanriss).

Auch für Linksverteidiger Luca Bolay (24) ist Stuttgart trotz seiner Rückkehr ins Teamtraining noch nicht passende Zeitpunkt für ein Comeback.

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