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Malaria-Fälle in Frankfurt - Flughafen-Anwohner sollen lange Kleidung tragen

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Malaria-Fälle in Frankfurt - Flughafen-Anwohner sollen lange Kleidung tragen

Frankfurt/Main – Seit Ende August häufen sich die Malariafälle am Frankfurter Airport. Zwei Menschen starben. Jetzt gibt es schon wieder zwei Infizierte – und die hatten nicht einmal direkten Kontakt zum Flughafen. Die beiden Erkrankten leben im Stadtteil Schwanheim, rund 5 Kilometer vom Airport entfernt. Das Gesundheitsamt gibt inzwischen Tipps zum Schutz vor der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit. Breitet sich Malaria jetzt in der Mainmetropole aus?

Malaria wird über Mücken übertragen. Zwischen dem Stich einer infizierten Mücke und ersten Beschwerden können etwa sieben bis 30 Tage vergehen, je nach Erregerart auch länger. Typisch für Malaria sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Abgeschlagenheit. Es könnten sich weitere Menschen infizieren. Das Risiko sei zwar gering, heißt es vom Gesundheitsamt Frankfurt. Dennoch: Die Behörde nimmt die Situation ernst. Am Flughafen wurden bereits Mückenfallen aufgestellt.

„Alle Beschäftigten wurden bereits umfassend informiert und sensibilisiert“, sagt der Flughafen auf BILD‑Anfrage. „Wir empfehlen weiterhin, bei Krankheitssymptomen wie Fieber, plötzlichen Kopf- und Gliederschmerzen, umgehend ärztlichen Rat einzuholen.“ Eine frühzeitige Diagnose verbessere die Behandlungschancen deutlich.

Der Bevölkerung in den airportnahen Stadtteilen wurde geraten, lange Kleidung zu tragen, sich mit Mückenschutz zu versorgen und gegebenenfalls Insektengitter an den Fenstern anzubringen. BILD hörte sich in Frankfurt-Schwanheim und bei Angestellten und Reisenden auf Deutschlands größtem Flughafen um.

Kahn Imran (37) ist Filialleiter bei „Books & Press“ am Flughafen Frankfurt . „Wir haben nichts mitbekommen in den letzten Wochen, aber das heißt auch nichts“, sagt er zu BILD. „Hier wird immer vor irgendwas gewarnt, weil hier immer was los ist. Vor ein paar Jahren war es Corona, jetzt ist es eben Malaria.“

Sarah Becherle (24) und ihr Freund Jonathan Engele (25) sind am Donnerstag von Frankfurt nach Costa Rica geflogen. „Wir haben keine Angst, waren nicht in Schwanheim oder sonstwo, sind auch die letzten Wochen nicht ins Ausland gereist.“ Das Paar nimmt die Malariabedrohung gelassen: „Wir sind ja jetzt nur kurz hier in der Abflughalle, bis wir abfliegen. Mal schauen, was uns in Costa Rica erwartet. Da ist mückentechnisch bestimmt noch was ganz anderes los.“

Benjamin Krusche (38) und Sohn Luca (5) kamen aus Valencia und reisten weiter zu einer Hochzeit nach Bukarest. „An Flughäfen hat man immer ein gewisses Risiko, was alles für Getier im Gepäck mitkommt. Wir haben aktuell keine explizite Angst.“

Ein paar Autominuten weiter, im Frankfurter Stadtteil Schwanheim. Hier im Viertel sollen die beiden Neuinfizierten leben . Keine Reisenden, offenbar auch keine Airport-Mitarbeiter, einfach nur ganz normale Anwohner. Die Behörden gehen trotzdem davon aus, dass die Krankheit durch eine Mücke übertragen wurde, die in einem Flugzeug nach Frankfurt kam. Seitdem das bekannt wurde, ist Malaria auch in Schwanheim das große Gesprächsthema. „Wir haben natürlich von den Fällen hier gehört und man spricht im Ort oder mit Kunden darüber“, sagt Friseurin Esra Serbest (41). „Angst hat aber keiner.

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