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Skandal um „Coesfelder Liste“ - Ausreisepflichtiger Elvis (16) bei Schießerei dabei

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Skandal um „Coesfelder Liste“ - Ausreisepflichtiger Elvis (16) bei Schießerei dabei

Köln (NRW) – Vor wenigen Wochen kannte sie keiner, jetzt sorgt die „Coesfelder Liste“ für Schlagzeilen: Die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) in Coesfeld hatte der Stadt Köln im Jahr 2024 Hilfe bei der Besorgung von Ersatzpapieren angeboten, damit 471 ausreisepflichtige Migranten in den Westbalkan zurückkehren können. Nachdem die Domstadt abgelehnt hatte, sollen 152 Personen von der Liste insgesamt 568 Straftaten begangen haben.

Wie der „Focus“ zuerst berichtete, soll darunter ein 16-Jähriger sein, der am Anfang des Monats bei einer blutigen Schießerei in Köln mitgemischt haben soll. Sein Name ist nach BILD‑Informationen Elvis Karlitos O.

Am 3. August war der junge Bosnier bei der Auseinandersetzung zwischen zwei Roma-Familien dabei. Zwei Menschen wurden dabei niedergeschossen, zwei weitere durch Messerstiche teilweise schwer verletzt. Welche Rolle Elvis Karlitos O. dabei genau spielte, ist noch unklar. Einen Anwalt hat der Jugendliche nach BILD-Informationen nicht.

Elvis O. ist bereits wegen gefährlicher Körperverletzung beim Amtsgericht Köln angeklagt worden. Zudem ermittelt die Polizei wegen einer schweren Vergewaltigung gegen ihn. Auf BILD-Anfrage bestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft die Elvis O. zur Last gelegten Taten.

Der Skandal um die Coesfelder Liste ist zum Politikum geworden. Den 152 Verdächtigen werden unter anderem vier Raubüberfälle, vier Vergewaltigungen, ein Fall von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern und in zwei Fällen das Verbreiten von Kinderpornografie vorgeworfen. 14 Tatverdächtige seien laut Polizei der Organisierten Kriminalität zuzurechnen. 37 weitere sollen im Umfeld der kriminellen Organisationen aktiv sein.

Laut „Focus“ soll NRW-Ministerin Verena Schäffer (39, Grüne), zuständig auch für Flüchtlingsangelegenheiten, Innenminister Herbert Reul (73, CDU) gebeten haben, neben Personen aus den Westbalkanstaaten auch ausreisepflichtige Menschen aus dem Irak durch das Landeskriminalamt (LKA) auf strafbare Handlungen überprüfen zu lassen. Insgesamt sollen damit 6800 Personen abgecheckt werden.

Wegen der Vorgänge bat der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland bei der Bezirksregierung Köln um Aufklärung und eine Prüfung durch die Kommunalaufsicht. Golland betont: „Dass die Kölner Ausländerbehörde Straftäter und Sozialbetrüger integrieren wollte, anstatt sich bei der Beschaffung von Ersatzpapieren für die Ausreisepflichtigen helfen zu lassen, ist ein Skandal, der immer größeres Ausmaß annimmt.“

Das erschüttere das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat massiv. Und weiter: „Zudem habe ich eine nachträgliche Prüfung von Kölner Ratsbeschlüssen angeregt, die mit dem Verhalten der Ausländerbehörde in Zusammenhang stehen können: 2018 wurde das sogenannte ‚Projekt Bleiberechtsperspektiven für langjährig geduldete Menschen‘ beschlossen und ab 2022 sollte sich das Ausländeramt zur ‚Willkommensbehörde‘ entwickeln.“

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