„Sie sind nicht einmal Menschen“ - Ultrarechter Israel-Minister fordert gezielte Tötungen in Gaza
Jerusalem – Israels ultrarechter Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir (50) sorgt mit drastischen Aussagen über den Gaza-Krieg für Empörung. Er fordert, jede Nacht 30 bis 40 Menschen im Gazastreifen gezielt zu töten. „Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden“, sagte Ben-Gvir in einem Podcast der früheren israelischen Geisel Rom Braslavski.
Dabei sollten nach seinen Worten nicht nur Menschen getötet werden, von denen eine unmittelbare Gefahr ausgehe. „Es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen“, sagte der Minister.
Ben-Gvir kritisierte zugleich den aus seiner Sicht zu starken Rückgang der israelischen Angriffe im Gazastreifen. „Es ist kein Geheimnis, dass ich eine andere Meinung als der Ministerpräsident habe“, sagte er mit Blick auf Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76).
Die Aussagen des Ministers wurden am Sonntag bekannt und anschließend von palästinensischen Medien verbreitet. Ben-Gvir gehört zu den einflussreichsten Vertretern der israelischen Regierung. Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Gaza-Krieg hat der Politiker weiter an Einfluss gewonnen.
Der ultrarechte Hardliner ist als Minister für die Polizei und die Gefängnisse zuständig. Immer wieder sorgt er mit radikalen Forderungen zum Gaza-Krieg für internationale Kritik.
Ben-Gvir hat sich zudem wiederholt für eine Massenvertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus dem Gazastreifen ausgesprochen. Internationale Juristen werten solche Pläne als Schritt zur ethnischen Säuberung. Auch im Podcast von Braslavski bekräftigte Ben-Gvir seine Forderung: Der Gazastreifen solle Israel gehören. Die Äußerungen dürften den Regierungsstreit über das weitere Vorgehen im Gaza-Krieg zusätzlich anheizen.
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