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Tesla ruft in China fast drei Millionen Autos zurück

Deutsche Welle ·

Tesla ruft in China rund 2,98 Millionen Elektroautos wegen möglicher Sicherheitsprobleme mit den Türgriffen zurück. Betroffen sind in China produzierte und importierte Fahrzeuge der Modelle Model 3, Model Y, Model S und Model X, wie die chinesische Marktaufsichtsbehörde mitteilte. Die Aktion soll am 25. September beginnen.

Im Mittelpunkt stehen die mechanischen Notöffner der Türen. Bei einem schweren Unfall kann die Stromversorgung eines Fahrzeugs ausfallen - dann funktionieren elektrische Türöffner möglicherweise nicht mehr. Insassen müssen die Türen in diesem Fall mechanisch entriegeln. Nach Einschätzung der chinesischen Behörden sind die dafür vorgesehenen Griffe in einigen Tesla-Modellen jedoch nicht deutlich genug zu erkennen. Das könnte die Flucht aus dem Fahrzeug erschweren oder Rettungskräfte daran hindern, von außen schnell Zugang zu bekommen.

Tesla will die betroffenen Fahrzeuge mit zusätzlichen Warnhinweisen ausstatten, die auf die mechanischen Notöffner aufmerksam machen. Zudem soll ein per Funk übertragenes Software-Update dafür sorgen, dass sich die Fenster nach einem Unfall automatisch absenken.

Ein Werkstattbesuch dürfte damit für einen großen Teil der Fahrzeuge nicht nötig sein. Sam Fiorani vom Marktforschungsunternehmen AutoForecast Solutions geht deshalb davon aus, dass die Kosten der Aktion begrenzt bleiben könnten. Moderne Software-Updates aus der Ferne reduzierten Aufwand und Ausfallzeiten erheblich.

Tesla machte bündig in die Karosserie integrierte Türgriffe bei Elektroautos weltweit populär. Je nach Modell lassen sich die Türen etwa per Schlüssel, Smartphone oder berührungsempfindlicher Fläche öffnen. Das Design wurde später von zahlreichen chinesischen Elektroautoherstellern übernommen.

Gerade nach schweren Unfällen gerieten solche Systeme allerdings zunehmend in die Kritik. In China gab es mehrere Fälle, in denen Elektrofahrzeuge nach Unfällen Feuer fingen und Menschen nicht oder nur schwer aus den Wagen befreit werden konnten. Im vergangenen Jahr starb der Fahrer eines Xiaomi SU7 nach einem Unfall und Brand. Chinesischen Staatsmedien zufolge konnten Passanten die Türen nicht öffnen, um ihn aus dem Fahrzeug zu ziehen.

China hatte bereits im Februar angekündigt, versteckte beziehungsweise versenkte Türgriffe ab 2027 zu verbieten. Damit ist das Land nach Angaben der Behörden weltweit das erste, das diese Bauweise auslaufen lässt.

Der Tesla-Rückruf ist Teil einer größeren Aktion: Insgesamt rufen neun Hersteller in China rund 4,3 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme beim Öffnen der Türen in Notfällen zurück. Tesla stellt mit Abstand den größten Anteil. Medienberichten zufolge handelt es sich um den bislang größten Rückruf eines einzelnen Autoherstellers in China.

Auch mehrere chinesische Hersteller sind betroffen. Xiaomi ruft rund 390.000 Fahrzeuge zurück, Leapmotor etwa 371.000 und Xpeng rund 264.000. Auch Geely und weitere Hersteller meldeten Rückrufe an die Marktaufsicht. Bei vielen geht es ebenfalls um schwer erkennbare oder schwer bedienbare mechanische Türöffner.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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