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Drohnenfund in Niedersachsen: Bundesanwaltschaft prüft Verbindung zu Leipzig

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Drohnenfund in Niedersachsen: Bundesanwaltschaft prüft Verbindung zu Leipzig

Anfang der Woche wurden Drohnenteile nahe einem Militärflughafen in Niedersachsen gefunden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen weist der Vorfall gewisse Ähnlichkeiten mit dem am Flughafen Leipzig/Halle auf.

Nach dem Fund von Drohnenteilen nahe dem Bundeswehr -Fliegerhorst Wunstorf prüft die Bundesanwaltschaft einen möglichen Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig. „Wenn ein Zusammenhang bestehen könnte, schauen wir uns das an“, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelte es sich nicht um eine handelsübliche Drohne, sondern um ein mit eigenen Bauteilen versehenes Flugobjekt. Sprengstoffspuren seien nicht entdeckt worden, dennoch sei eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sprengstoff-Drohne vom Flughafen Leipzig/Halle festzustellen. Dies und der Fundort, rund zwei Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt, legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen russischen Ausspähversuch gehandelt haben könnte.

Die Drohne, die zufällig gefunden wurde, lag dort den Angaben zufolge womöglich schon etwas länger am Boden. Zuvor hatte der NDR über Ähnlichkeiten der Bauweise der nahe Wunstorf gefundenen Drohnenteile zum Leipziger Fall berichtet. Ein Teil solle aus einem 3D-Drucker stammen und so nicht im Handel erhältlich sein. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte dazu, dass sie generell keine Berichte kommentiere.

Ermittler suchen seit Anfang der Woche das schwer zugängliche Gelände in der Region Hannover ab. Sie gehen davon aus, dass die Drohne dort abgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen ist. Beim Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen läuft laut der Sprecherin der Bundesanwaltschaft in dem Zusammenhang ein sogenannter Gefahrenabwehrvorgang, der Generalbundesanwalt ermittele nicht im Fall Wunstorf.

Ziel des Polizeieinsatzes in Niedersachsen ist es nach früheren Angaben des LKA, auf dem Gelände noch weitere Drohnenteile sowie mögliche Hinweise auf den Eigentümer oder Drohnenpiloten zu finden. Die Suche soll auch am Freitag weitergehen. Östlich des Gebiets am Steinhuder Meer liegt der Fliegerhorst Wunstorf. Dieser ist ein wichtiger Standort der Bundeswehr, die deutsche A400M -Flotte ist dort stationiert. Das niedersächsische LKA geht nach früheren Angaben davon aus, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand.

Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen gefunden worden. In dem Fall ermittelt der Generalbundesanwalt. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies.

Exklusiv Anschlag auf Leipziger Flughafen : Der enge Draht des Drohnen-Attentäters zum russischen Sabotage-Paten Oleg L. soll die Logistik des missglückten Sprengstoffanschlags in Leipzig geplant haben. Recherchen enthüllen seine Verbindung zu einem Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU – einem Experten für hybride Attacken.

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