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Nach Wagner-Fehlstart! - Setzt Hannover künftig auf einen Mentalcoach?

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Nach Wagner-Fehlstart! - Setzt Hannover künftig auf einen Mentalcoach?

Das hatten sich die Beteiligten von Hannover 96 nach dem Trainerwechsel anders vorgestellt. Unter Neu-Coach Sandro Wagner (38) sollte von Beginn an eine neue Euphorie entfacht werden. Der Plan ging bei seinem Pflichtspieldebüt nicht auf. 0:3 beim 1. FC Magdeburg verloren, die Niedersachsen spielen bislang eine enttäuschende Saison, sind nach dem siebten Spieltag nur Tabellen-13.

„Wir nehmen aus der Partie unsere Themen mit. Die hatten wir auch die letzten Wochen schon gesehen. Aber jetzt haben wir schon noch mal ein paar weitere Erkenntnisse dazubekommen. Da gilt es jetzt, diese Themen weiter zu bearbeiten“, sagt Wagner, der seit dem 19. September im Amt ist.

Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass 96 die Betreuung der Profis durch eine Zusammenarbeit mit einem Sportpsychologen weiter optimiert. Bereits während seiner Zeit beim HSV hatte Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt (44) die Expertin Chiara Behrens de Luna (33) engagiert – am Ende mit Erfolg.

Aus HSV -Kreisen ist zu hören, dass sie aufgrund ihrer guten Arbeit und ihrer Maßnahmen, wie der Installation einer Leadership-Gruppe, im Team ebenfalls einen Anteil an der Rückkehr in die Bundesliga 2025 hatte. Bislang arbeiten Hannovers Spieler bei Bedarf nur extern mit Mentaltrainern zusammen.

Neu-Coach Wagner war in der Vergangenheit grundsätzlich offen für innovative Lösungen. Fehlende mentale Stärke scheint ein Problem bei den 96-Profis zu sein. Denn vor allem im Angriff nutzen sie ihre Überlegenheit nicht aus.

Erstmals seit dem 4. April 2025 blieb Hannover auswärts ohne Tor. Eine Serie mit 23 Gastspielen, in denen 96 getroffen hatte, nahm ausgerechnet beim Wagner-Debüt ihr Ende. Auffallend: Hannovers Abschlusseffizienz ist die schwächste ligaweit (minus 6,8).

Es gibt weitere Probleme: Zwar investierten Wagners Spieler in Magdeburg mehr im Vergleich zu den ersten sechs Saisonspielen unter Vorgänger Christian Titz (55), was das Bestreiten von Zweikämpfen (201 statt zuvor durchschnittlich 176,3) und die Gesamtlaufleistung (122,8 statt 118,14 Kilometer pro 90 Minuten) betrifft.

Aber die Prozentzahl der gewonnenen Duelle war schwach (nur 42,3 statt 48,6 Prozent). „Es war von uns zu wenig in den Zweikämpfen“, gibt Verteidiger Jean Hugonet (26) zu. Mit der Konsequenz: 96 hat diese Serie schon zwölf Gegentore kassiert. Die Defensive ist eine weitere große Baustelle.

Am kommenden Samstagabend steht die Partie gegen den FC St. Pauli an. Ein Heimsieg ist für 96 enorm wichtig, damit die Stimmung im Fanlager nicht noch schlechter wird. Immerhin ist Hannover als einer der Aufstiegskandidaten in die Saison gestartet.

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