„Fast wie Österreich...“ - Lustiger Kompany-Spruch gegen Bayern-Boss
München – Plötzlich nahm der Belgier seinen Österreich-Nebenmann aufs Korn... Auf der Bayern-Pressekonferenz sitzt neben Cheftrainer Vincent Kompany (40) immer einer seiner Bosse, entweder Sportvorstand Max Eberl (53) oder Sportdirektor Christoph Freund (49). An diesem Freitag Vormittag war es Freund – und der durfte sich einen Nationalelf-Spruch von Kompany anhören.
Kompany sprach gerade darüber, dass die Ergebnisse in der Länderspielpause für ihn keine Relevanz haben: „Für mich spielt die Nationalmannschaft in meiner Entscheidung für eine Startelf keine Rolle. Egal welche Nationalmannschaft und egal ob die WM gespielt hat oder nicht, ich freue mich riesig, wenn die Spieler zurückkommen mit einem guten Gefühl. Aber wenn das nicht so ist, dann können sie das für mich auch gerne dort lassen und einfach mit diesem Gefühl kommen, das wir hatten bei uns bei Bayern im letzten Spiel, 7:0 zu Hause. Wo alle überragend gespielt haben.“
Kompany erklärt, woher das kommt: „Ich habe natürlich in der Nationalmannschaft von Belgien nicht immer Erfolg gehabt. Und ich weiß noch ganz gut, ich war beim HSV. Da waren wir damals, glaube ich, 70. oder 80. in der Welt.“
Dann grinst Kompany und sagt: „Fast wie Österreich... für ein paar Jahre.“ Freund ist selbst Österreicher, guckte nach dem Satz etwas irritiert zu Kompany neben sich, murmelt: „Wir sind Zwanzigster...“. Kompany versuchte, schnell die Kurve zu bekommen: „Jetzt ist Österreich top. Aber dieses Gefühl können wir teilen. Deutschland war immer in den Top 10. Bei uns in den kleinen Ländern gab es immer mal ein Auf und ab. Und da hat Belgien eine ähnliche Geschichte.“ Am Ende nahm es Freund mit Humor und lachte.
Kompany erklärte seine Nationalelf-Haltung mit einer lustigen Geschichte von früher aus der HSV-Zeit: „Ich war einer von den Top-Spielern meiner Mannschaft, und wenn ich zur Nationalmannschaft gefahren bin, haben wir damals in Kasachstan, Armenien oder Aserbaidschan auswärts 2:0 oder 3:0 verloren. Und dann kommst du zurück mit so einem schlechten Gefühl und dann hast du die Niederländer da, van der Vaart, de Jong und die haben da im Jacuzzi gesessen und die Deutschen natürlich. Und dann hast du immer so ein negatives Gefühl, obwohl es eigentlich keinen Unterschied gibt. Ich bin in der gleichen Mannschaft und ich war vielleicht in den letzten Bundesligaspielen einer der besten Spieler auf dem Platz. Und dann habe ich gelernt, dass man aus der Nationalmannschaft nur mit einem guten Gefühl zurückkommen muss. Als wir irgendwann Nr. 1 waren mit Belgien, dann hat es Spaß gemacht. Aber wenn das nicht so war, habe ich das nie mitgenommen in den Verein.“
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