Kunst: Schwellkörper des Aufbegehrens
Irgendwann ist ihr der eigene Ruhm in die Quere gekommen.
Im gesetzten Milieu der Kuratoren, Kritiker und Sammler sieht man es nicht gern, wenn ein Künstler über die Grenzen der Kunstwelt hinaus bekannt und beliebt ist.
Vor allem dann nicht, wenn es sich bei dem Künstler um eine Künstlerin handelt, eine Autodidaktin zumal, die mit ihren Werken hinausdrängt aus den Galerien und Museen, um das Leben selbst zu erobern und es sich einzuverleiben.
Niki de Saint Phalle (1930–2002) war eine solche Verschlingerin.
Und deshalb sieht ihre Kunst aus, wie sie aussieht: überprall, aufgedunsen, ebenso dick wie prinzipiell fröhlich.
Sie hat es in sich.
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