Oktoberfest: Herzdruckmassage – Kellnerinnen retten Wiesnbesucher
Zwei Kellnerinnen haben einen Besucher auf dem Münchner Oktoberfest wiederbelebt. Der 78-Jährige war nach Angaben des Rettungsdienstes am Dienstag im Biergarten eines Festzeltes zusammengebrochen. Sofort verständigten die Frauen demnach den Notruf und begannen mit einer Herzdruckmassage. Gleichzeitig schirmten Schankkellner den Notfallort mit Decken ab.
Der Rettungsdienst übernahm anschließend die Versorgung. Dank der frühen Herzdruckmassage durch die Bedienungen und der Zusammenarbeit mit den Rettungskräften habe man den 78-Jährigen nach zehn Minuten wiederbeleben können, hieß es. Er wurde anschließend in eine Münchner Klinik gebracht.
»Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage«, sagte ein beteiligter Arzt laut Mitteilung : »Durch die frühe Herzdruckmassage der beiden Bedienungen und das nahtlose Zusammenspiel mit den Rettungskräften konnte gemeinsam nach zehn Minuten eine Spontanatmung – also eine primär erfolgreiche Wiederbelebung – erreicht werden. Ein voller Erfolg für alle Beteiligten in dieser kritischen Patientenlage!«
2 Min Zur Merkliste hinzufügen Verletzte richtig versorgen: Erste Hilfe ist Pflicht 3 Min Zur Merkliste hinzufügen 3 Min Zur Merkliste hinzufügen Unglück am Freifallturm Ein schweres Unglück hatte es am späten Montagabend auf dem Oktoberfest gegeben: Gegen 21.50 Uhr hatte die Gondel des 85 Meter hohen Turms »Hangover« beim Herabfahren den 52 Jahre alten Sicherheitsmann getroffen und eingequetscht. Helfer konnten den aus Serbien stammenden Mann zunächst wiederbeleben, er starb jedoch wenig später im Krankenhaus. Fahrgäste waren nicht verletzt worden.
Die Polizei hatte das Areal rund um das Fahrgeschäft während des Rettungseinsatzes abgesperrt. Die Unfallursache ist nach wie vor ungeklärt, ein technischer Defekt lag jedoch offenkundig nicht vor. Der TÜV hat nach Angaben der Betreiberfamilie bei der technischen Überprüfung des Fahrgeschäfts keine Mängel festgestellt. Das Münchner Ordnungsamt erteilte demnach die Freigabe.
Bereits am Eröffnungssamstag hatte es einen Zwischenfall auf der Wiesn gegeben, als Fahrgäste in einem stehen gebliebenen Drehkarussell etwa zwei Minuten lang kopfüber ausharren mussten, bevor sie aus ihren Sitzen geholt werden konnten.
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