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Zweifel an Aufstiegsreife wachsen - Hansa-Sportchef: „Ein Schlag in die Fresse!“

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Zweifel an Aufstiegsreife wachsen - Hansa-Sportchef: „Ein Schlag in die Fresse!“

Katastrophen-Auftritt des Drittliga-Favoriten! Hansa Rostock ging beim 0:4 bei Viktoria Köln sang- und klanglos unter. Nach 201 Tagen ohne Auswärtsniederlage lieferte die Kogge einen Auftritt ab, der Zweifel an ihrer Aufstiegsreife weckt.

Kein Zugriff, keine Kompaktheit, kaum Gegenwehr. Das Alarmierende: Ausgerechnet die alten Probleme sind wieder da. Schon beim 1:1 gegen Wiesbaden hatte Hansa die nötige Aufstiegsreife vermissen lassen.

Sportdirektor Amir Shapourzadeh fand nach dem Abpfiff brutale Worte: „So eine deftige Niederlage wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Man kann nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Der Gegner hat uns teilweise hergespielt. Es war ein Schlag in die Fresse.“

Wie berechtigt seine Abrechnung war, zeigte der Spielverlauf: Bereits nach 15 Minuten lag der FCH mit 0:2 zurück. Rostock fand keine Antwort, ließ riesige Räume und war mit vier Gegentoren sogar noch gut bedient.

Nach fünf Spielen hat Hansa bereits zwölf Treffer kassiert. Vor den Samstagspartien hat keiner mehr.

Dabei versagte in Köln nicht nur die Abwehrkette. ALLE verteidigten schlecht, verloren die entscheidenden Duelle und kamen fast immer einen Schritt zu spät.

Shapourzadeh: „Wir haben saisonübergreifend dieselben Themen. Wir schaffen es nicht, kompakt zu sein. Wir schaffen es nicht, organisiert zu sein und eine gute Restverteidigung zu haben.“ Was ihn am meisten stört: Schon in der vergangenen Saison kosteten diese Schwächen Rostock den Aufstieg. Statt Fortschritt zeigt Hansa nun einen gefährlichen Rückfall.

Die Offensive hatte bislang mit elf Toren überzeugt, vor allem bei Standards. In Köln blieben die Hanseaten aber blass. Torwart Luca Unbehaun war spätestens nach dem vierten Gegentreffer fuchsteufelswild. Der Schlussmann: „Ich habe schon nach dem 0:2 geflucht, aber es geht einfach darum, dass ich die Jungs noch mal aufwecken wollte.“ Doch sein Weckruf blieb ohne Wirkung. Mit der Kritik war Unbehaun nicht allein.

Auch weitere Profis ließen Dampf ab. Stürmer Andreas Voglsammer vermisste den Biss. Innenverteidiger Florian Carstens kritisierte das Kollektiv. Trainer Daniel Brinkmann sah keine Kommunikation und sprach von einem desolaten Auftritt.

Die härteste Mängelliste lieferte Shapourzadeh: „Wir haben keinen Zugriff gehabt. Wir haben keine zweiten Bälle gehabt. Wir haben dem Gegner viel zu viel Raum, viel zu viel Platz gelassen.“ Die vernichtende Bilanz eines Aufstiegsfavoriten: schlecht organisiert, zu passiv, in den entscheidenden Situationen nicht da.

Schon am Mittwoch um 19 Uhr geht’s gegen VfB Stuttgart II weiter. Nach dem Mega-Debakel muss Hansa zeigen, dass der Aufstieg tatsächlich realistisch ist.

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