Fortuna-Kapitän startet neu - Die Hendrix-Befreiung
Eigentlich ging die Saison für Jorrit Hendrix (31) erst so richtig beim 2:1 dank des Siegtores von Eric Hottmann (26) über Tabellenführer MSV Duisburg los. Der Kapitän war bis dahin mehr Zuschauer bei Fortuna Düsseldorf .
Alexander Ende (31) holte im Sommer den Niederländer von Mitabsteiger Münster, wo ihn dieser Trainer ebenfalls letzte Saison zum Kapitän gemacht hatte. Aber im vorletzten Saisonspiel der Preußen beim 1:1 gegen Darmstadt flog der Mittelfeldmann vom Platz – 2 Spiele Sperre. Bei Fortunas 1:2 in Mannheim im ersten Spiel in der 3. Liga musste Hendrix deshalb zuschauen.
Beim zweiten gegen Hoffenheim II führte er Düsseldorf mit der Binde am Arm in die Arena – sah beim 0:2 wieder Rot und musste erneut zwei Spiele zuschauen. Deshalb war das 2:1 gegen Nachbar Duisburg irgendwie sein Saisonauftakt – am fünften Spieltag der 3. Liga: „Ich habe mir ganz viel vorgestellt von meiner Zeit hier. Man will gut anfangen und muss dann im ersten Spiel zuschauen, sieht im nächsten Rot und ist wieder zwei Spiele raus. Jetzt fühle ich mich befreit. Das war totale Freude, als Hotti das Ding reingemacht hat. Da hatte ich so ein Glücksgefühl in meinem Körper. Ich bin so stolz auf unsere Truppe.“
Hendrix, im Grunde ein zwar harter, aber fairer Spieler, gelöst: „Ich fand, wir waren klar die bessere Mannschaft. Wir müssen schon vor der Pause eigentlich 1:0 führen. Aber wenn man sich am Ende in so ein Derby zurückkämpft, dann ist das krass.“
Denn direkt nach der Pause kassierte die Mannschaft von Hendrix den Rückstand und zeigte dann hinten raus erstmals so richtig, was in diesem Kader steckt. Wobei der Kapitän einräumt: „Direkt nach dem Abstoß nach der Pause ein Tor zu bekommen, darf eigentlich nicht passieren. Da muss man wach sein. Aber wir haben nicht aufgegeben und gekämpft.“ Und die über 49.000 Zuschauer in der Arena zum Kochen gebracht.
Düsseldorf kann endlich nach oben schauen nach zuletzt 7 Punkten aus 3 Spielen. Hendrix, der als einziger im Klub vor der Saison offen vom Aufstieg gesprochen hat: „Jeder Sieg kann der Beginn einer Serie sein! Aber lassen wir uns erst mal von Spiel zu Spiel gucken.“ Denn schon am Dienstag geht es in Regensburg (19 Uhr/live MagentaSport) weiter.
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