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Zur Brunftzeit - Wie Rothirsche für Hunde im Herbst gefährlich werden

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Zur Brunftzeit - Wie Rothirsche für Hunde im Herbst gefährlich werden

Im September und Oktober beginnt in deutschen Wäldern die Brunftzeit der Rothirsche. Das eindrucksvolle Naturschauspiel birgt jedoch Risiken für Hundehalter. Denn in dieser Phase verlieren die Tiere einen Teil ihrer natürlichen Scheu und reagieren deutlich aggressiver auf Störungen.

Von September bis Ende Oktober verteidigen männliche Rothirsche ihre Rudel aus Hirschkühen gegen Rivalen. Die Tiere stehen während der Brunft unter enormem Stress, fressen wenig und können bis zu 25 Prozent ihres Körpergewichts verlieren. Dadurch reagieren sie empfindlicher auf mögliche Bedrohungen und werden mitunter unberechenbar.

Für einen Rothirsch wirkt ein Hund oft wie ein natürlicher Feind. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob der Hund ruhig an der Leine läuft oder Interesse am Wild zeigt. Ein Angriff kann allein durch die Nähe ausgelöst werden. Mit ihrem Geweih können Hirsche schwere Verletzungen verursachen. Auch Menschen geraten in Gefahr, wenn sie versuchen einzugreifen.

In vielen Bundesländern gelten im Wald ohnehin Leinenregelungen. Förster und Jäger empfehlen jedoch unabhängig von der Rechtslage, Hunde während der Brunft grundsätzlich anzuleinen. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Hund nicht sofort zurückgerufen werden kann. Gegen einen angreifenden Hirsch hat er kaum eine Chance.

Lautes Röhren, Gruppen von Hirschkühen, scharrende Bewegungen oder Geweihschlagen gegen Bäume deuten auf aktive Brunftplätze hin. Auch Wildtiere, die nicht fliehen, sondern stehen bleiben oder näherkommen, sollten ernst genommen werden.

Kommt es zu einer Begegnung, gilt es, den Hund sofort anzuleinen, Ruhe zu bewahren und sich langsam zurückzuziehen. Ein Abstand von mindestens 100 Metern ist ideal. Gehen Sie möglichst auf breiten Wegen spazieren und wählen Sie die späten Vormittags- oder frühen Nachmittagsstunden, da Rothirsche vor allem in der Dämmerung aktiv sind.

Die Brunftzeit ist ein beeindruckendes Naturereignis. Wer Warnsignale beachtet und seinen Hund an der Leine führt, reduziert das Risiko für Mensch, Hund und Wildtier deutlich.

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