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Soziales: Beratungsangebote von Diakonie und Caritas unter Druck

Stern ·
Soziales: Beratungsangebote von Diakonie und Caritas unter Druck

Lange Wartezeiten und steigende Nachfrage: Beratungsangebote von Diakonie und Caritas stoßen an ihre Grenzen.

Für Familien und Personal hat das Folgen.

Die Sozialdienste der Kirchen sehen ihre Beratungsangebote in Sachsen zunehmend unter einem finanziellen Druck.

Immer mehr Kinder, Jugendliche und Familien suchten Hilfe, doch die Angebote würden an ihre Grenzen geraten, beschreibt die Diakonie das Problem.

Ein wachsender Bedarf an Beistand treffe auf angespannte Strukturen und fehlende Therapieplätze.

Deshalb dränge man auf eine verlässliche Unterstützung und mehr Prävention. „Hinter jeder Wartezeit steht ein Mensch.“ Die Diakonie Sachsen warnte davor, bei Beratung, Prävention und niedrigschwelligen Hilfen zu sparen. „Hinter jeder langen Wartezeit steht ein Mensch, der gerade Unterstützung braucht.

Wenn Hilfe zu spät kommt, werden Probleme häufig größer und ihre Bewältigung schwieriger, langwieriger und damit teurer“, betonte Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen.

Schulischer Druck und soziale Konflikte Nach Angaben der Diakonie zeigt sich das Problem deutlich bei der psychischen Gesundheit junger Menschen.

Neben den weiterhin spürbaren Folgen der Corona-Pandemie belasteten unter anderem schulischer Druck und soziale Konflikte Kinder und Jugendliche.

Auch soziale Medien spielen eine Rolle.

Ihre Nutzung kann mit hohem Erwartungsdruck und einer geringeren Konzentrationsfähigkeit einhergehen, hieß es.

Mehr Diagnosen für Angst- und Essstörungen bei jungen Leuten Laut Diakonie werden Angst- und Essstörungen deutlich häufiger diagnostiziert. „Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die einen Schulbesuch verweigern, steigt.

Gleichzeitig fehlen vielerorts passende Unterstützungsangebote für Familien und Therapieplätze.

Die Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz kann bis zu neun Monaten betragen.“ Steigende Nachfrage bei weniger Kapazitäten der Beratung Wenn passende Hilfen fehlen, würden Schulen, Schulsozialarbeit, Familienzentren und Erziehungsberatungsstellen zu Auffangstellen für Kinder, Jugendliche und Familien, hieß es weiter. „Gerade die Erziehungsberatung ist als niedrigschwelliges Angebot angelegt, das Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen frühzeitig Unterstützung bietet.

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