Champions-League-Sieg beim FC Porto - Freihöfer ballert Füchse in die Hauptrunde
Den Füchsen Berlin fehlt gerade die Leichtigkeit. Berlin schlägt den FC Porto zwar auch im Rückspiel 36:33 (19:18), steht vorzeitig in der Hauptrunde der Champions League, und trotzdem bleiben viele Fragezeichen.
Nach dem 36:37 gegen Lemgo geht die wilde Achterbahnfahrt auf dem Parkett in Portugal weiter: reichlich technische Fehler, zu viele Fehlwürfe, Abwehrlöcher. Mal stark, mal schlampig, mal souverän, dann plötzlich wieder völlig von der Rolle. Trainer Nicolej Krickau (39): „Erst einmal sind wir froh, dass wir das Teilziel erreicht haben. In der ersten Halbzeit hatten wir wieder zwei sehr unterschiedliche Viertelstunden. Erst gut in der Abwehr, hatten aber keine Paraden. Dann bessere Angriffsqualität, doch es fehlte plötzlich die Abwehr. Unsere Qualität war nur fast gut genug.“
Bestes Beispiel für den Füchse-Wahnsinn: Beim 15:11 (22.) haben die Berliner Porto eigentlich im Griff. Eigentlich! Mehrfach werfen sie ihre Vier-Tore-Führung weg, bis Porto die Partie tatsächlich dreht und nach 33 Minuten beim 20:19 erstmals vorn liegt.
Zum Glück haben Tim Freihöfer (15 Tore aus 21 Versuchen) und Matthes Langhoff (5) dann doch noch die Treffer-Maschine angeworfen. Mathias Gidsel (17 Rekord-Buden im Hinspiel) kann seine Gala nicht noch einmal wiederholen, macht in diesem Spiel „nur“ 8 Tore. Tim Freihöfer hätte seinen Super-Star-Kollegen schon nach 40 Minuten locker überholen können, verwirft aber im Spiel auch sechs Chancen. Matthes Langhoff erleichtert: „Es war kein leichtes Spiel. Die haben uns das Leben echt schwer gemacht, aber am Ende haben wir den klaren Kopf behalten.“
Die Füchse fliegen jetzt weiter nach Hamburg, denn am Sonntag (15 Uhr, Dyn) steht in der Bundesliga der Kracher gegen die SG Flensburg-Handewitt an.
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