Naturschutz: Naturschutz: Minister will Kooperation statt Konfrontation
Sachsens Umweltminister setzt beim Naturschutz auf Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und fordert einfachere Regeln für mehr Akzeptanz.
Künftig soll es Bibern leichter „an den Pelz gehen.“ Sachsen will beim Schutz der Natur auf Kooperation statt Konfrontation setzen.
Artenschutz müsse die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort berücksichtigen, sagte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) im Landtag. „Starre Regelungen gefährden auf Dauer die Akzeptanz.
Wir brauchen einen Artenschutz, der fachlich klar, rechtlich verlässlich und praktisch umsetzbar ist.“ Bestände streng geschützter Arten wie Seeadler, Fischadler, Kranich, Weißstorch oder Wildkatze hätten sich erholt.
Minister für Ausgleich mit Augenmaß „Sachsens Natur ist es wert, von uns und vor uns geschützt zu werden.
Die Natur in unseren Wäldern, auf den Feldern und Wiesen, Auen, in den Seen und Flüssen ist der ureigenste Reichtum aller Menschen in Sachsen“, betonte der Minister gleich zu Beginn seiner Fachregierungserklärung. „Wir schützen, was wertvoll ist, und wir ermöglichen Nutzung, wo sie verantwortbar ist.
Und wir wollen Konflikte sachgerecht lösen.“ Es gehe um einen Ausgleich mit Augenmaß.
Nur so entstehe Akzeptanz.
Weniger Bürokratie bei Natur- und Artenschutz angemahnt „Wir entscheiden uns für einen Naturschutz , der auf die Menschen zugeht und sie als Partner begreift.
Wir entscheiden uns für einen beweglichen Naturschutz, der auf neue Herausforderungen reagiert und seine Mittel auf Wirkung richtet“, sagte der Minister und sprach sich für einen umfassenden Bürokratieabbau aus. „Verfahren vereinfachen, regionale Verantwortung stärken, praxisferne Vorgaben reduzieren.“ Naturschutz sei eine Generationenaufgabe.
Klimawandel verschiebt Lebensräume und Artenvorkommen Von Breitenbuch warb für Pragmatismus.
Wer Infrastruktur, Wasserwirtschaft und Landnutzung unter einen generellen Naturschutzvorbehalt stelle, erzeuge nicht mehr Natur, sondern Stillstand.
Seit den 1960er Jahren sei Naturschutz durch ein immer dichteres Netz europäischer und nationaler Regelungen bestimmt. „Die Vorschriften sind detaillierter geworden.
Berichtspflichten und eine verschärfte Rechtsprechung haben den Verwaltungsaufwand erhöht.
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