Kunstvolle Elbtunnel-Fliesen: Ratten, Fische, Robben - Vom Fliesenkünstler des Elbtunnels
25 Jahre lang hat sich Hans Kuretzky mit dem Alten Elbtunnel und seinen Fliesen und Reliefs beschäftigt.
Noch heute ist er gern hier.
Und hat viel zu erzählen.
Das reicht sogar für ein Buch.
Wenn Hans Kuretzky durch den alten Hamburger Elbtunnel im Stadtteil St.
Pauli läuft, macht sich ein vertrautes Gefühl in ihm breit.
Der Keramiker kennt quasi jede einzelne Kunstfliese in dem 426,5 Meter langen Bauwerk persönlich.
Kuretzky und seine Frau Heidrun haben nämlich etwa 25 Jahre lang die kunstvollen Relief-Fliesen 20 Meter unter der Elbe in präziser Handarbeit restauriert.
Sie haben damit rund 100 Jahre alte Hamburger Kunstgeschichte bewahrt und zum Teil sogar um ihre eigene Handschrift ergänzt - im doppelten Sinne.
So hat das Ehepaar aus Schleswig-Holstein einige der prägenden Fliesen selbst entworfen. „Wir haben eine besondere Lichtleiste entwickelt.
Das waren vorher graue Plastikplatten“, sagt der studierte Keramiker, während er auf die Fliesen oberhalb seines Kopfes zeigt.
Jetzt verstecken sich die Kabel für die Tunnelbeleuchtung hinter kunstvollen, grün-blauen Fliesen, die Wellen andeuten und Nieten und Schiffskiele zeigen.
Die Lichtleisten verlaufen in beiden Röhren jeweils links und rechts komplett an den Wänden entlang.
Gedichte und Rezepte auf die Fliesen geschrieben Ihre Handschrift haben die beiden aber auch im wörtlichen Sinne im alten Elbtunnel hinterlassen.
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