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„Duell um mein Leben“ - Nowitschok sollte deutschen Waffenboss töten

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„Duell um mein Leben“ - Nowitschok sollte deutschen Waffenboss töten

Berlin – Vor nicht einmal zwei Wochen wurden Anschlagspläne gegen einen deutschen Waffenboss bekannt: Wie „Die Zeit“ enthüllte, sollen sogenannte „Wegwerfagenten“ Donaustahl-Chef Stefan Thumann (39) ausspioniert und seinen Tod geplant haben. Thumann selbst berichtet nun, welche Auswirkungen die Ermittlungen der deutschen Sicherheitsbehörden auf sein Leben hatten. In einem Interview, das RTL und Stern mit ihm an einem streng geheimen Ort führten, beschreibt er die Angst, die ihn seit Dezember begleitet.

Thumann, der mit seinem Unternehmen in Bayern Kampfdrohnen an die Ukraine liefert, schildert in dem Interview, dass er seit Bekanntwerden der konkreten Bedrohung im Untergrund lebt – also seit mehreren Monaten. Der Unternehmer lebt unter ständigem Personenschutz, immer wieder wechselt sein Aufenthaltsort.

Thumann in dem Interview: „Ich bin zu einer der größten Gefahren für das Putin-Regime in Europa geworden.“ Aus diesem Grund habe er bereits sein Testament gemacht, außerdem eine Organspendeerklärung und eine Patientenverfügung ausgefüllt. Der Waffenboss: „Dinge, die man eigentlich in meinem Alter noch nicht so auf dem Schirm hat.“

Doch die Informationen, die deutsche Behörden zusammentrugen und Thumann kurz vor Weihnachten 2025 präsentierten, ließen ihm keine andere Wahl. Das wird auch in den Aussagen des CDU-Bundestagsabgeordneten Bastian Ernst (39) schaurig deutlich.

Ernst kommt in der RTL-Dokumentation „Putins Wegwerfagenten – Die billigen Vollstrecker“ (ab Mittwoch, 18.45 Uhr bei RTL+) zu Wort. Er berichtet: „Die Informationen, die uns vorliegen, zeigen klar, dass es mit Nowitschok passieren sollte. Niemand sonst macht das. Es ist nachvollziehbar, wer es war, ohne dass man es wirklich beweisen kann.“

Für Thumann bedeutet das ein Leben, das keines mehr ist. Der Bayer beschreibt in dem Interview, wie er neben dem Computer schläft und nach dem Aufwachen mit der Arbeit beginnt. Der russische Angriffskrieg sei nun sein „ganz persönlicher Krieg“. Er liefere sich ein „Duell um mein Leben“ mit dem russischen Militärgeheimdienst.

Auch ein Konkurrent von Thumann, Rheinmetall-Chef Armin Papperger (63), lebt unter erhöhten Sicherheitsbedingungen. Bereits im Juli 2024 waren Anschlägspläne gegen Papperger bekannt geworden. Auch Papperger liefert mit seinem Unternehmen Waffentechnik in die Ukraine.

Nicht nur die Fälle Thumann und Papperger zeigen, wie tief der Arm Moskaus längst nach Deutschland reicht. Erst Anfang August hatte der Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen die deutschen Sicherheitsbehörden und die Politik alarmiert. Wahrscheinlichster Akteur auch hier: der Kreml.

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