China und USA: Und sie brauchen sich doch
Beim Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping in Washington wird es an einem nicht fehlen: an Pomp. Gastgeber US-Präsident Donald Trump hatte zuvor darauf gedrängt, den neuen Helikopterlandeplatz am Weißen Haus rechtzeitig fertigzustellen. Am Montag hatte er ihn feierlich eingeweiht. Zwar ist der neue Ballsaal noch eine Baustelle, doch man darf davon ausgehen, dass Trump auch im East Room des Weißen Hauses, wo das offizielle Staatsdinner stattfinden wird, ordentlich auffahren lassen wird.
Doch die Inszenierung wird nicht verbergen können, dass die USA längst in den Schatten der Chinesen geraten sind. Nicht nur ist China der ernst zu nehmende wirtschaftliche, technologische und militärische Rivale, das Land ist in diesen Bereichen auch zunehmend überlegen. Schon im Vorfeld hat Trumps Handelsbeauftragter Jamieson Greer deshalb versucht, die Erwartungen zu dämpfen. Man wolle kein umfassendes Handelsabkommen, sagte Greer dem TV-Sender Fox News, sondern versuche, das bilaterale Verhältnis »zu managen«. Das beste Ergebnis des Gipfeltreffens ist demnach der Erhalt des Status quo zwischen den beiden Supermächten.
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