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Kultur

NRW-Regierungschef: Hendrik Wüst äußert sich zu Kanzler-Spekulationen – und wird privat

Stern ·
NRW-Regierungschef: Hendrik Wüst äußert sich zu Kanzler-Spekulationen – und wird privat

In Düsseldorf wird Hendrik Wüst zu seinen Kanzler-Ambitionen gefragt – und gibt zu, dass ihn seine Tochter selbst an vollen Arbeitstagen immer zum Spielen überreden kann.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich für einen anderen Umgang mit der AfD ausgesprochen. „Wir haben viel zu viel über die AfD geredet und uns viel zu wenig damit auseinandergesetzt, was die Menschen zu ihr treibt“, sagte Wüst beim Ständehaus-Treff der „Rheinischen Post“ am Montagabend in Düsseldorf.

Auf die Nachfrage, warum er die AfD nicht mehr so offensiv als Nazi-Partei bezeichne, sagte Wüst: „Ich rede generell nicht mehr so viel über die Partei.“ Zugleich betonte der CDU-Politiker: „An meiner grundlegenden Ablehnung hat sich nichts verändert.“ „Müssen uns Problemen der Menschen zuwenden“ Nur weil er seine Haltung zur AfD beschreibe, sei aber das „Problem auch nicht gelöst“, sagte Wüst weiter. „Deswegen müssen wir uns den Menschen zuwenden.

Wir müssen uns den Problemen der Menschen zuwenden.“ Wüst betonte: „Wir müssen Probleme lösen, die objektiv sind.

Und das ist verflixt schwierig.“ Er wolle seinen Beitrag dazu leisten, dass es besser werde, sagte Wüst. „Weil wir wollen diesen Wind umkehren", sagte er auch mit Blick auf die NRW-Landtagswahl im kommenden Jahr.

Hendrik Wüst will Ministerpräsident bleiben Bei der Frage aller Fragen ließ sich der häufig als „Reserve-Kanzler“ gehandelte CDU-Politiker weiterhin nicht in die Karten gucken. „Wollen Sie Bundeskanzler werden?“ wurde der 51-Jährige in Düsseldorf gefragt. „Ich möchte Ministerpräsident bleiben“, antwortete Wüst, der in sieben Monaten Landtagswahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland zu bestreiten hat.

Aber „für immer?“, hakte RP-Chefredakteur Moritz Döbler nach.

Wüsts vielsinnige Replik: „Soweit es geht.“ Auch Privates erzählte Wüst in Düsseldorf.

Im Umgang mit seinen kleinen Töchtern schafft es Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst offenbar nicht, so streng zu sein wie in der Politik.

Als der CDU-Politiker gefragt wurde, ob er privat diszipliniert durchgreifen könne oder „eher so ein weicher Vater“ sei, gestand der 51-Jährige: „Ach Gott, ich bin Wachs in den Händen meiner Fünfjährigen – ist doch klar.“ Jeder, der eine Tochter habe, wisse, wie das sei.

Hendrik Wüst trennt Privates und Berufliches Erst am Vortag habe er beispielsweise eigentlich überhaupt gar keine Zeit gehabt, sich dann aber doch bereitwillig breitschlagen lassen, noch eine Runde mit Plastik-Bausteinen zu spielen.

Was sein muss, muss sein.

Er lege Wert darauf, den beruflichen und den familiären Hendrik Wüst voneinander zu trennen, so der NRW-Regierungschef, und würde sich wünschen, das zukünftig noch besser zu schaffen.

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