Branche weiter unter Druck - 300 Jobs in Gefahr! Autozulieferer schließt Werk
Donaueschingen – Der Autozulieferer IMS Gear schließt sein Werk in Baden-Württemberg und streicht bis zu 300 Stellen in Deutschland. Die Produktion soll bis Mitte 2027 an andere Standorte im Bundesland verlagert werden.
Die Autoindustrie steckt in der Krise – und IMS Gear bekommt das brutal zu spüren: einbrechende Absätze, gnadenloser Preisdruck, immer weniger Aufträge von den Kunden. Laut „Schwarzwälder Bote“ hat das Unternehmen keine Wahl mehr und muss jetzt tief in die Tasche greifen – mindestens 35 Millionen Euro sollen eingespart werden. Allein 20 Millionen Euro davon sollen durch den Abbau von Personalkosten in Deutschland hereinkommen.
Die Gespräche mit dem Betriebsrat sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Vorstand Bernd Schilling sagt: „Diese Entscheidungen fallen uns nicht leicht. Sie sind jedoch notwendig, um IMS Gear an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wollen wir den anstehenden Prozess verantwortungsvoll gestalten und die Auswirkungen für unsere Mitarbeitenden so sozialverträglich wie möglich abfedern.“
Betriebsratsvorsitzender Stefan Fehrenbach macht klar: „Die wirtschaftliche Entwicklung bereitet uns als Arbeitnehmervertreter große Sorgen. Unser Auftrag ist jetzt klar: Arbeitsplätze so weit wie möglich sichern und die Zahl betriebsbedingter Kündigungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Beschäftigten dürfen nicht der alleinige Hebel sein, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.“
IMS Gear entwickelt und fertigt Antriebskomponenten (Bauteile wie Getriebe und Zahnräder, die Kraft und Bewegung in Fahrzeugen übertragen) für die Automobilindustrie. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 2900 Menschen, davon etwa 1500 in Deutschland. Weitere Standorte liegen in den USA, Mexiko und China.
IMS Gear steht exemplarisch für eine ganze Branche unter Druck: Die deutsche Automobilindustrie kämpft mit einbrechender Nachfrage, dem Aufstieg chinesischer Hersteller wie BYD und dem wachsenden Preisdruck auf dem Weltmarkt. Auch Branchenriese Volkswagen hat zuletzt mit drastischen Sparmaßnahmen und möglichen Werksschließungen in Deutschland auf die Krise reagiert – ein Signal, das die gesamte Zulieferkette trifft.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.