Fotowettbewerb: Von Naturschönheiten und ihren Erforschern
Die Magazine „BMC Ecology and Evolution“ und „BMC Zoology“ haben die Sieger ihres diesjährigen Fotowettbewerbs vorgestellt. Ökologen, Evolutionsbiologen und Zoologen aus der ganzen Welt haben ihre schönsten Momente ins Rennen geschickt, schreiben die Fachpublikationen in einer Mitteilung. Eine Jury wählte die besten Einsendungen in den Kategorien „Beziehungen in der Natur“, „Schutz unseres Planeten“ und „Forschung in Aktion“ aus. Die Juroren wählen die Sieger nicht allein auf Grundlage „ihrer visuellen Anziehungskraft, sondern auch wegen der Aussagekraft und Verständlichkeit der wissenschaftlichen Geschichten, die sie vermittelten“.
Die Geschichte, die der Gewinner in der Kategorie „Beziehungen in der Natur“ erzählt, spielt vor der Südküste Australiens. Seit Jahrtausenden zieht das kalte und nährstoffreiche Winterwasser des Spencer-Golf massenhaft Riesensepien zur Paarung an. Victor Huertas von der James-Cook-Universität hat das Spektakel aufgenommen. Die männlichen Kopffüßer versuchen das Weibchen ihrer Wahl zu überzeugen, indem sie Farbe und Muster ihrer Haut rasch verändern. Welcher der beiden Konkurrenten sich wohl in die schönere Schale geworfen hat?
Ebenfalls in der Kategorie „Beziehungen in der Natur“ wurde diese schwarz-weiße Aufnahme aus Australien ausgezeichnet. Anders als bei den Konkurrenten unter Wasser geht es hier um Teamfähigkeit. Das Foto zeigt zwei Lärmlederköpfe, die gemeinsam einen Bänderhabicht in die Flucht schlagen. „Mobbing nennt sich dieses Verhalten, bei dem kleinere Arten ein Raubtier durch Rufe und Sturzflüge vertreiben“, erklärt Alwin Hardenbol vom Natural-Resources-Institut in Finnland, der das Foto gemacht hat.
Der Gesamtsieg des Fotowettbewerbs geht an Sritam Kumar Sethy von der indischen Berhampur-Universität. Seine Aufnahme zeigt eine Zweifarbige Schlanklibelle in einem Feuchtbiotop in dem westindischen Bundesstaat Odisha. Durch ein Loch im Blatt schaut sie den Betrachter mit ihren riesigen Facettenaugen scheinbar direkt an. Vermutlich sucht sie aber nach Beute, denn „Libellen sind wichtige Raubtiere und regulieren die Insektenpopulation“, wie der Fotograf erklärt. Überzeugt habe das Foto nicht nur mit der beeindruckenden Optik, begründet eine Jurorin ihre Wahl. Es gebe außerdem einen Einblick in die bemerkenswerte Artenvielfalt der Feuchtbiotope, einen der am meisten bedrohten Lebensräume weltweit.
Die Begegnung mehrerer Florida-Manatis an einer Stelle ist im Everglades-Nationalpark keine Seltenheit. Denn wer in diesem ansonsten salzigen Gebiet auf Süßwasser angewiesen ist, hat keine große Auswahl. Dieses Foto von Brandon Güell von der Florida International University zeigt eine solche Trinkpause dreier Tiere. Die sanften Riesen sind sehr gesellig und scheinen gerne zu teilen.
Das Foto des Long Sault Parkway im Südwesten Kanadas hat Allen Tian von der Queens University mit einer Drohne aufgenommen. Die Technik nennt sich „Little Planet“-Projektion. In den 1950er Jahren wurde diese Region durch die Stauung des St.-Lorenz-Sees geflutet, um die Schifffahrt zu erleichtern. Was früher Hügel waren, sind seitdem elf Inseln.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.faz.net — der Inhalt gehört FAZ Wissen.