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Beliebte Zimmerpflanze - Wann sich die Rettung einer Orchidee noch lohnt

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Beliebte Zimmerpflanze - Wann sich die Rettung einer Orchidee noch lohnt

Wer braune Wurzeln entdeckt, welke Blüten aufsammelt oder auf schlaffe Blätter blickt, glaubt häufig, seine Orchidee sei ein Fall für die Biotonne. Doch bei den beliebten Zimmerpflanzen ist das häufig ein Trugschluss. Selbst stark mitgenommene Exemplare können sich noch erholen, wenn wichtige Teile der Pflanze intakt geblieben sind.

Erst wenn die Pflanzenbasis, das sogenannte Herz der Orchidee, vollständig verfault ist und weder gesunde Wurzeln noch schlafende Knospen vorhanden sind, gibt es keine Rettung mehr. „Eine Orchidee ist erst dann verloren, wenn das Herz der Pflanze vollständig verfault ist und keine gesunden Wurzeln oder schlafenden Augen mehr existieren“, erklärt Bernd Treder, Präsident der Deutschen Orchideengesellschaft, im Gespräch mit myHOMEBOOK .

Ob eine Orchidee noch lebt, zeigt vor allem der Blick auf die Wurzeln. Sie übernehmen eine zentrale Rolle für das Überleben der Pflanze . Gesunde Wurzeln fühlen sich fest an und verändern ihr Aussehen je nach Feuchtigkeitszustand: Trocken wirken sie silbrig-grau, nach dem Gießen färben sie sich grün.

Anders sieht es bei abgestorbenen Wurzeln aus. Sie sind häufig braun, matschig, hohl oder stark ausgetrocknet. Trotzdem ist ein angeschlagenes Wurzelsystem nicht automatisch das Ende. „Solange noch eine einzige gesunde, grüne oder silbrige Wurzel vorhanden ist, kann die Pflanze überleben“, erklärt Treder.

Auch kahle Orchideen werden oft vorschnell abgeschrieben. Fehlen die Blätter, können bei gesunden Wurzeln dennoch neue Triebe entstehen. Runzlige oder schlaffe Blätter sind laut dem Experten ebenfalls kein sicheres Todesurteil. Dahinter steckt häufig schlicht Wassermangel.

Für Verunsicherung sorgen außerdem vertrocknete Blütenstiele. Sobald Blüten abfallen und der Stängel braun wird, vermuten viele Besitzer das Ende der Pflanze. Tatsächlich befindet sie sich dann oft lediglich in einer Ruhephase. Der alte Blütenstiel kann entfernt werden, ohne dass die Orchidee dadurch abstirbt.

Aussichtslos wird die Situation laut Treder erst, wenn sämtliche Wurzeln verfault sind und die Pflanzenbasis schwarz, weich und bereits zerfallen ist. Fällt die Orchidee schon bei leichter Berührung auseinander, kann sie sich nicht mehr regenerieren.

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