Moskau: Kinderhospiz-Leiterin wegen »Falschinformationen« über russische Armee festgenommen
In Russland ist die Leiterin eines Kinderhospizes wegen angeblicher Kritik an der russischen Armee festgenommen worden. Seine Mandantin Lida Moniawa werde verdächtigt, »Falschinformationen« über die russischen Streitkräfte verbreitet zu haben, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Anklage wirft der 38-Jährigen demnach vor, aus »politischem Hass« gehandelt zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahre Haft.
Das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständige russische Ermittlungskomitee teilte mit, dass Moniawa wegen der »vorsätzlichen Verbreitung von Falschinformationen über den Einsatz der russischen Streitkräfte« angeklagt worden sei. »Moniawa wurde festgenommen. Bei der Vernehmung bekannte sie sich hinsichtlich der ihr zur Last gelegten Tat nicht schuldig«, hieß es in der Erklärung.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Festnahme Moniawas als »einen weiteren dreisten Versuch der russischen Behörden, gegen jegliche Äußerung von Antikriegshaltung vorzugehen«.
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Die russische Medienaufsichtsbehörde hat inländische Nachrichtenmedien angewiesen, bei der Berichterstattung über den Konflikt ausschließlich »offizielle russische Quellen« zu nutzen. Dadurch sind sie auf Informationen beschränkt, die vom russischen Verteidigungsministerium bereitgestellt werden.
Geschichtsfälschung nach Kreml-Art: »Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft«, heißt es in George Orwells dystopischem Roman »1984«. Russlands Präsident Putin scheint nach genau diesem Motto zu agieren und überzieht Europa mit Aggression .
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