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Kultur

Bevölkerung: Jede dritte Familie in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte

Stern ·
Bevölkerung: Jede dritte Familie in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte

Jede dritte Familie in Deutschland hat mittlerweile eine Einwanderungsgeschichte.

Seit 2005 stieg der Anteil von 17 Prozent auf 31 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Zugleich sorgte die Zuwanderung der vergangenen Jahre dafür, dass sich der Anteil der Familien in der Gesamtbevölkerung nach jahrelangem Rückgang stabilisierte.

Mit 49 Prozent lebt heute knapp die Hälfte der Bevölkerung in einer Familie.

Das sind etwa so viele wie 2015 mit 48 Prozent.

1996 lebten noch 57 Prozent als Elternteil oder Kind in einer Familie. „Der jahrelange Rückgang der Bevölkerung in Familien ist vor allem auf die Alterung der geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge zurückzuführen“, erklärte der Demografieexperte beim Statistischen Bundesamt , Thomas Körner. „Die Babyboomer haben die typische Familienphase mit Kindern im Haushalt hinter sich gelassen.“ Durch die Zuwanderung stabilisierte sich seit 2015 den Anteil der Familien, weil Eingewanderte und ihre Nachkommen jünger sind und häufiger in Familien leben.

Im Schnitt haben sie auch mehr Kinder.

Im vergangenen Jahr lebten 60 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund in Familien, in jenen ohne Einwanderungsgeschichte waren es 43 Prozent.

Familien mit Migrationshintergrund sind zudem häufiger kinderreich - in 21 Prozent dieser Familien lebten 2025 drei oder mehr Kinder .

In Familien ohne Einwanderungsgeschichte traf dies nur auf zehn Prozent zu.

Im Gegenzug ist der Anteil von Familien mit einem Kind bei Zuwandererfamilien mit 43 Prozent deutlich niedriger als bei jenen ohne Einwanderungsgeschichte mit 54 Prozent.

Gezählt werden nur Kinder, die noch im Haushalt leben.

Familien haben eine Einwanderungsgeschichte, wenn beide Elternteile oder bei Alleinerziehenden der betreffende Elternteil seit 1950 nach Deutschland einwanderte oder Nachkommen Eingewanderter sind.

Vor allem durch die Migration blieb die Zahl der Kinder, die mit ihren Eltern in einer Familie leben, nahezu konstant.

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