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Neue Studie aus Florida - Jede Mückenart hat ihr eigenes Lieblings-Opfer

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Neue Studie aus Florida - Jede Mückenart hat ihr eigenes Lieblings-Opfer

Es ist ein lauer Abend im Garten, die Dämmerung glüht, die Grillen zirpen. Dann dieses feine Sirren am Ohr – und der erste Stich. Während der eine zerstochen ins Haus flüchtet, bleibt der andere daneben fast unberührt. Zufall ist das nicht. Denn eine neue Studie enthüllt: Jede Mückenart hat ihren eigenen Lieblingsmenschen. Entscheidend ist nicht das Blut, sondern der Geruch unserer Haut.

Forscher der Florida International University in Miami sind der Sache nachgegangen – mit einem Experiment für Hartgesottene. 119 Freiwillige hielten ihren Arm in einen Glaszylinder, auf der anderen Seite warteten hungrige Weibchen dreier Arten: Gelbfiebermücke, Asiatische Tigermücke und Südliche Hausmücke. Die Forscher zählten jeden Stich.

Das Ergebnis, veröffentlicht im Fachmagazin „iScience“ : Jede Art hat ihren eigenen Typ Mensch. Wer die Tigermücke magisch anzieht, bleibt für die Hausmücke oft uninteressant. Kein Mensch war für alle drei Arten gleichermaßen verlockend. Entscheidend ist unser Körpergeruch – ein Cocktail aus mehr als 1000 Substanzen, gebildet von den Bakterien, die auf unserer Haut leben.

„Zu Beginn hatten wir nicht erwartet, dass die Mückenarten jeweils verschiedene Personen bevorzugen“, sagt Erstautorin Kaylee Marrero. „Ich war so überrascht, dass jede Art eine bestimmte Signatur im Mikrobiom bevorzugt, auf die sie als Signal reagiert.“

Was bedeutet das? Auf unserer Haut lebt ein unsichtbares Ökosystem aus Bakterien und Pilzen – das sogenannte Hautmikrobiom. In der Studie fanden die Forscher bei den Teilnehmern 246 verschiedene Bakterienarten, und nur eine einzige davon kam bei allen Menschen vor. Das heißt: Die Zusammensetzung ist bei jedem Menschen anders – wie ein bakterieller Fingerabdruck.

Für die Mücke ist dieser Duft wie ein Wegweiser: Er verrät ihr, ob ein Mensch zu ihrem „Beuteschema“ passt. Das Überraschende an der Studie: Jede Mückenart liest eine andere Stelle dieses Duft-Codes. Die eine reagiert auf die Bakterien-Signatur von Person A, die andere auf die von Person B – deshalb hat jede Art ihren eigenen Lieblingsmenschen.

Am oft beschworenen „süßen Blut“ liegt es also nicht. Mücken saugen zwar Blut, doch sie „schmecken“ es nicht vorab. Sie orientieren sich beim Anflug an ganz anderen Signalen wie an ausgeatmetem Kohlendioxid, Körperwärme und Feuchtigkeit. Und vor allem: am Geruch der Haut.

Ob jemand häufig gestochen wird, entscheidet sich also auf der Haut, nicht im Blut. Und vielleicht liegt genau darin die Zukunft: Sprays, die unseren Eigengeruch für die Plagegeister einfach unlesbar machen.

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