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Deutschland

Klopp schaut entspannt zu: FC Bayern bläst (freude-)trunken zur Jagd auf den BVB

n-tv ·
Klopp schaut entspannt zu: FC Bayern bläst (freude-)trunken zur Jagd auf den BVB

Bundestrainer Jürgen Klopp wird sich das Treiben an der Tabellenspitze aktuell sehr entspannt anschauen. Vor etwas über 15 Jahren, als Coach des BVB, war das schon einmal so - damals allerdings aus einer anderen Perspektive heraus. Als Trainer von Borussia Dortmund hatte seine Mannschaft am 24. Spieltag in München gewonnen und die Tabellenführung locker verteidigt. Der Weg zu seiner ersten deutschen Meisterschaft war für Klopp geebnet, doch eine Sache freute ihn damals besonders: "Bei unserem letzten Sieg in München wurden die meisten meiner Spieler noch gestillt."

Und tatsächlich war die Borussia in diesen Tagen mit einem sehr jungen Kader bei den Bayern erfolgreich gewesen. Der Blick in die nahe Zukunft war also ob der jungen Nachwuchsspieler vielversprechend. Denn der BVB konnte sich auf Talente und - wie Klopp heute sagen würde - auf "außergewöhnliche" Spieler wie Mario Götze und Mats Hummels verlassen. An denen hätte auch schon damals ein Bundestrainer Klopp seine Freude gehabt. 15 Jahre später blickt der frühere Liverpool-Coach aus einer anderen Perspektive auf die Mannschaften der Bundesliga - und kann sich entspannt zurücklehnen. Denn das Titelrennen scheint nicht nur so spannend wie seit Jahren nicht mehr zu werden, sondern auch die Spieler, die für seine DFB-Elf in Frage kommen, zu Höchstleistungen anzutreiben.

In München haben sie am Freitagabend Union mit einem 7:0-Kantersieg aus dem Stadion geschossen. Doch bevor in diesem Torreigen womöglich eine Sache hätte untergehen können, stellte sich Bayern-Trainer Vincent Kompany direkt nach Spielschluss vor die Sky-Kameras und hob einen Spieler und seinen Treffer besonders heraus, Jamal Musiala: "Ich glaube, genau diesen Schritt wollten wir jetzt machen. Vor der Länderspielpause ist das perfekt. Da sind alle Fragen weg. Jamal hat 90 Minuten gespielt und wieder getroffen." Besser hätte es auch für Jürgen Klopp nicht laufen können.

Und selbst bei einem Spieler, den der Bundestrainer überraschend nicht nominiert hatte, kann man die Ereignisse des Wochenendes positiv deuten: Maximilian Beier. Der WM-Fahrer musste am vergangenen Donnerstag enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass er es trotz eines 44-Mann-Kaders nicht in den erlauchten Kreis der DFB-Kicker unter Klopp geschafft hatte.

Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Sein Tor beim VfB sicherte dem BVB den Sieg in Stuttgart und sein Trainer Niko Kovac meinte hinterher sichtlich erfreut bei Sky: "Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Er ist nicht dabei in der Nationalmannschaft - und heute macht er das Tor. Ich freu mich! Er hat sich heute mit diesem Tor belohnt. Jetzt kann er ein paar Tage freimachen und auch ins Homeoffice gehen. Letzten Endes zeigt das außerdem, dass wir einen tollen Kader und einen tollen Maxi haben."

Auch wenn es sich komisch anhören mag: Auch das kann Jürgen Klopp ganz entspannt sehen. Er wird Maxi Beier sicherlich im Kopf nicht komplett aussortiert haben und weiß nun ganz sicher, dass er sich auf den 23-Jährigen in besonderen Situationen wird verlassen können. Vor 15 Jahren als BVB-Trainer hätte Jürgen Klopp ganz bestimmt viel Spaß an einem jungen Spieler wie Beier gehabt.

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