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Streit um NS-Gedenken: CDU und AfD wollen Stolpersteine in Heidenaus Straßen künftig ablehnen

Stern ·
Streit um NS-Gedenken: CDU und AfD wollen Stolpersteine in Heidenaus Straßen künftig ablehnen

In Heidenau wollen CDU und AfD keine weiteren Stolpersteine mehr auf Gehwegen.

Das NS-Gedenken solle auf einen Friedhof.

Jüdische Verbände und die Stadtverwaltung widersprechen.

Stadträte von AfD und CDU wollen die Verlegung sogenannter Stolpersteine in Heidenau (Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) in Zukunft ablehnen.

In einem fraktionsübergreifenden Beschlussantrag gemeinsam mit dem „Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie“ fordern Vertreter der beiden Parteien, Stolpersteine „im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich“ künftig abzulehnen.

Der Stadtrat soll am Abend über eine entsprechende Beschlussvorlage abstimmen.

Viele Bürger, Angehörige und Initiativen würden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen empfinden, heißt es weiter.

Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so „dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist“.

Die Verwaltung empfiehlt, die Vorlage abzulehnen. „Das Gedenken sollte auch künftig sichtbar und wahrnehmbar im öffentlichen Raum stattfinden“, heißt es darin.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Dresden äußerte Kritik an dem gemeinsamen Vorhaben von AfD und CDU.

Man habe die Vorlage „mit Befremden“ zur Kenntnis genommen, erklärt der Verein. „Es ist uns unverständlich, dass einige Stadträte in Heidenau die Komplexität der Thematik und die Chance dieser Form der Erinnerung offenbar nicht erkennen und ohne Not einen Vorschlag machen, mit dem sie das Gedenken aus der Mitte der Gesellschaft herausreißen und auf einen Friedhof abschieben wollen“, so die DIG.

Es gibt in Heidenau bereits Stolpersteine Laut „Sächsischer Zeitung“ hatte die AfD bereits im Dezember vergangenen Jahres einen nahezu identischen Antrag eingebracht.

In diesem war ebenfalls gefordert worden, nur noch ein zentrales Gedenken auf dem Nordfriedhof der Stadt auszurichten und keine Stolpersteine zu verlegen.

In Heidenau gibt es demnach bereits Stolpersteine an zwei Standorten – unter anderem zur Erinnerung an den früheren Heidenauer Bürgermeister Paul Gröger.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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