Meeresspiegel-Anstieg berechnet: Eisschilde schmelzen an beiden Polen der Erde rasant
Das Polareis steuert wichtige Meeresströmungen und Winde. Durch die Erderwärmung schmilzt massenhaft dieser Eisschilde ab. Wie viel das in den letzten 50 Jahren ausmacht und wie sich das auf den Meeresspiegel auswirkt, berechnet ein Forschungsteam und stellt die Zahlen vor.
Die zwei großen Eisschilde der Erde in Grönland und der Antarktis haben in den vergangenen knapp 50 Jahren mehr als 11 Billionen Tonnen Eis verloren. Dieser Eisverlust zwischen 1979 und 2023 habe den Meeresspiegel um 3,14 Zentimeter steigen lassen, berichtet ein Forschungsteam im Fachjournal "Scientific Data" .
Für ihre Untersuchung haben die Polarforschenrinnen und -forscher der Ice Sheet Mass Balance Intercomparison Exercise (IMBIE) 42 einzelne Erhebungen betrachtet, die sich wiederum auf die Daten von 27 Satelliten-Missionen stützen. Ihr Ziel war es, ein konsistentes Bild davon zu bekommen, wie sich die Eisschilde über die Jahrzehnte verändert haben. Konkret haben sie sich angeschaut, wo genau wie viel Eis verloren ging und wie stark der Prozess sich beschleunigt hat.
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