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Ein Berliner schwärmt für Dresden - So packte Covic der Dynamo-Virus

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Ein Berliner schwärmt für Dresden - So packte Covic der Dynamo-Virus

Sein Wechsel zu Dynamo Dresden schien irgendwie vorgezeichnet: Quasi auf den letzten Drücker wurde Patrice Covic (19) für ein Jahr von Werder Bremen ausgeliehen. Für das Top-Talent schließt sich damit der Kreis.

Hintergrund: Schon mit sechs Jahren saß der in Berlin geborene Deutsch-Kroate zum ersten Mal im Rudolf-Harbig-Stadion. „Das war ein spontaner Ausflug mit meinen Eltern, Dresden ist ja nicht so weit weg. Da habe ich schon mitbekommen, was für eine Wucht dieser Verein mit diesen Fans hat“, erzählt der Mittelfeldmann, der bei Hertha BSC den kompletten Nachwuchs durchlief.

Sechs Jahre später bekam Covic eine weitere Kostprobe davon, als die SGD zum DFB-Pokal-Spiel bei der Hertha mit über 30.000 Fans anrückte. Trainer der Berliner war damals sein Vater Ante Covic (51). „Da war ich natürlich auch im Olympiastadion. Was die Fans da abgerissen haben, war Wahnsinn!“.

Und so ist es wohl kein Zufall, dass das Top-Talent nach weiteren reichlich sechs Jahren jetzt selber für Dynamo Dresden kickt. „Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist“, versichert der Mittelfeldmann, der 2024 nach Bremen wechselte.

Dort brachte er es immerhin schon auf 16 Bundesliga-Spiele, nicht wenige Experten sagen ihm eine große Karriere voraus. Entsprechend verwundert bis skeptisch reagierten auch viele Werder-Fans auf die Entscheidung des Vereins, Covic jetzt abzugeben. „Dass sie ein bisschen gemeckert haben, ist schön zu hören. Aber Dresden ist jetzt der richtige Schritt für mich. Weil ich glaube, dass ich hier auf mehr Spielzeit kommen kann.“

Dass auf seiner Position im zentralen Mittelfeld mit Niklas Hauptmann (30) ausgerechnet der Kapitän und absolute Leistungsträger spielt, schreckt ihn nicht ab. „Konkurrenz ist immer wichtig. Nur so kann man wachsen und die nächsten Schritte gehen“, erklärt Covic. Und ergänzt selbstbewusst: „Außerdem könnten wir ja auch zusammen auf dem Platz stehen. Wenn ich ihn spielen sehe, hätte ich sehr viel Lust dazu. Das könnte gut harmonieren.“

Apropos harmonieren: Passt das System, das Trainer Thomas Stamm spielen lässt, zu ihm? „Das passt sogar genau“, versichert Covic. „In dem Spielsystem, das mir Dynamo in den Gesprächen aufgezeigt hat, habe ich mich gleich drin gesehen.“ Entsprechend heiß ist der junge Mann auf seinen ersten Einsatz für die SGD. „Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich gerne schon gegen Bochum gespielt. Ich bin ein Junge, der brennt.“

Im Keller-Knaller am Samstag (13 Uhr) in Braunschweig könnte es zum ersten Mal so weit sein. „Dass uns Patrice besser machen kann, ist offensichtlich. Wir müssen abwägen, ob das schon passt oder noch nicht“, erklärt Trainer Thomas Stamm. „Er hatte diese Woche im Training gute Momente. Deshalb ist er eine Option, zu beginnen. Für den Kader so oder so.“

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