Trump irritiert mit Aussagen zu Wiedervereinigung Irlands und widmet sich Golfturnier
Nach irritierenden politischen Äußerungen hat sich US-Präsident Donald Trump zum Abschluss seines zweitägigen Irland-Besuchs dem Golfsport und seinen Geschäftsinteressen zugewandt.
Trump wollte am Sonntag vor seiner Rückreise nach Washington ein Turnier in seinem Golfclub Doonbeg besuchen.
Nach einem Treffen mit Irlands Regierungschef Micheal Martin hatte Trump verkündet, er würde „liebend gern“ ein vereinigtes Irland sehen - und sich damit auf hochsensibles politisches Terrain begeben.
Nach dem Treffen mit Martin nannte Trump am Samstag eine Wiedervereinigung der Republik Irland mit dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland „eine großartige Sache“.
Auf die Frage eines Journalisten nach seiner Meinung zu einer Wiedervereinigung sagte der US-Präsident, er würde „liebend gern“ ein vereinigtes Irland sehen.
"So wie ich das sehe, wird es irgendwann passieren.
Es kann genauso gut jetzt passieren.“ Allerdings werde das Vereinigte Königreich dazu auch etwas zu sagen haben.
Die USA hatten zu dieser Frage bislang immer eine neutrale Position eingenommen.
Mit seinen Aussagen überraschte der US-Präsident zu dem heiklen politischen Thema sowohl seine irischen Gastgeber als auch den Verbündeten Großbritannien.
Die Insel Irland ist seit 1921 in die Republik Irland und Nordirland geteilt.
Im Nordirland-Konflikt zwischen katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten wurden mehr als 3500 Menschen getötet.
Der Konflikt endete erst 1998 mit dem Karfreitagsabkommen.
Unter dem Abkommen kann ein Referendum zu einer Wiedervereinigung abgehalten werden, wenn die britische Regierung feststellt, dass voraussichtlich eine Mehrheit der Nordiren einen solchen Anschluss befürwortet.
In diesem Fall müssten auch die Menschen in der Republik Irland zustimmen.
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