Tumor-OP beim Kirchenoberhaupt: Der Papst hat Lungenkrebs - wie sind seine Aussichten?
Am Sonntag hatte der Papst mitgeteilt, er werde sich wegen eines Knotens in der Lunge operieren lassen.
Nun steht fest: Der 71-Jährige hat Krebs.
Doch wie gefährlich ist der Tumor? Dem an Lungenkrebs erkrankten Papst wurde vorsorglich ein Stück der Lunge entfernt: Wie sind seine Aussichten? Festgestellt wurde ein Lungenadenokarzinom, eine bösartige Krebsart der Lunge.
Es ist die häufigste Form von Lungenkrebs, wie Jürgen Behr vom Lehrstuhl für Klinische Pneumologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) München erklärt.
Im besten Fall sei der Papst nach der OP bereits geheilt und es stehe nur noch etwas Nachsorge an.
Von der behandelnden Gemelli-Klinik in Rom hieß es, Leo XIV. sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden, in dem der zuvor entdeckte Tumor saß.
Dadurch soll sichergestellt werden, dass keine Tumorzellen übrig bleiben.
Der Unterlappen der rechten Lunge ist der untere der drei Lappen des rechten Lungenflügels.
Für Patienten sei ein Verlust nicht dramatisch, erklärt Behr.
Er gehe mit etwa 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust der Lunge einher, was im Alltag oft nicht großartig auffalle.
Für eine Prognose sind mehr Details nötig Keine Angaben gab es zunächst dazu, wie groß der gefundene Tumor war, ob es eventuell weitere Knoten in dem Lungenlappen gab und ob bereits Lymphknoten befallen sind.
Alle drei Befunde würden mit schlechteren Aussichten einhergehen, erklärte Behr.
Zentral sei nun zudem, was die Analyse der molekularen Signatur des Tumors ergebe.
Diese können in ein bis drei Tagen vorliegen.
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