ARD-Musikwettbewerb: Quasthoff fordert mehr Ehrlichkeit bei Klassikwettbewerben
So manche spätere Klassikstars haben beim ARD-Musikwettbewerb seit 1952 Preise gewonnen.
Der Bassbariton Thomas Quasthoff hat ein besonderes Anliegen und gibt jungen Teilnehmern Tipps.
Der Bassbariton Thomas Quasthoff wünscht sich bei Klassikwettbewerben mehr Ehrlichkeit der Juroren gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Es wird in diesem Zusammenhang sehr oft gelogen“, sagte der 66-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.
Quasthoff gewann 1988 den ARD -Musikwettbewerb, der am Sonntag (30.8.) in die 75.
Ausgabe startet. „Sehr viele Studentinnen und Studenten sagen mir nach Wettbewerben: Wir wissen nie, woran wir wirklich sind.
Weil immer alle nur sagen: Ach, das war doch prima, und ich hätte Sie weitergelassen.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten aber auch mit fachlich fundierter Kritik klarkommen: „ Ehrlichkeit gehört zu unserem Beruf, auch wenn es um negative Urteile geht.
Das müssen die Studentinnen und Studenten oder jungen Sängerinnen und Sänger definitiv auch lernen.“ Zudem sei es wichtig, die Musik „mit dem Herzen“ zu machen. Ähnlich sieht es die ARD: Es gewinne nicht, „wer höher, schneller, weiter performt, sondern wer die überzeugendste künstlerische Darbietung präsentiert“.
Jubiläumsausgabe mit Orgel Für Quasthoff war der ARD-Musikwettbewerb ein wichtiges Sprungbrett, den der Bayerische Rundfunk (BR) nun zum 75.
Mal ausrichtet und bei dem junge Talente aus aller Welt in wechselnden Disziplinen antreten.
Dieses Jahr sind es bis zum 18.
September 184 Musikerinnen und Musiker aus 32 Ländern aus den Bereichen Fagott, Schlagzeug, Streichquartett - und Orgel, einer Kategorie, die aus Spargründen zur Disposition stand, dann aber dank eines neuen Sponsors wieder aufgenommen wurde.
Das Publikum kann die Auftritte im Internet verfolgen.
Ab dem Semifinale gibt es 18 Livestreams von ARD Klassik.
Spielstätten vor Ort sind dieses Jahr unter anderem das Amerikahaus, das Prinzregententheater oder die Jesuitenkirche St.
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