Sorge um Top-Talent - Fortuna-Ansage an Marokkos Verband
Bisher gibt es in dieser Saison kaum einen Fortuna-Profi, der so wirklich herausgestochen ist. Eigentlich war das bisher nur Torhüter Louis Lord (22) und im Feld ein Talent, das jetzt den verdienten Lohn für seine Leistungen erhalten hat. Auch wenn sein Verein den Zeitpunkt nicht wirklich passend findet.
Anas Slimani (19) ist nach seinem starken Start in seine erste Profi-Saison in der 3. Liga direkt erstmals für die U20-Nationalmannschaft von Marokko berufen worden. Mit der stehen ab Donnerstag innerhalb von 13 Tagen fünf Testspiele auf dem Programm – ein Mammut-Plan, der Fortuna Düsseldorf durchaus Sorgen bereitet. Alexander Ende (47): „Für sein Vaterland zu spielen, ist immer eine große Ehre, deswegen freue ich mich als Allererstes für jeden, der berufen wird und dieses Privileg hat. Aber man muss da individuell drauf schauen. Anas hätte ich gerne hier behalten, weil es zuletzt einfach sehr, sehr viel für den Jungen war und ich Respekt davor habe, wie viel er in der Phase auf den Platz muss.“
Und deswegen hat Fortuna beim Verband auch ganz klar die Bitte hinterlegt, ein Auge auf Slimani zu werfen und ihn nicht komplett zu verheizen. Schließlich ist in den letzten Wochen klargeworden, wie wichtig die Teenie-Überraschung mit seinem Tempo und der Spielfreude für Düsseldorf geworden ist. Ende: „Die haben Belastungsprotokolle zugeschickt bekommen und wir haben auch den Wunsch einer Belastungssteuerung mitgegeben, damit die auch Bescheid wissen, dass sie in dem Hinblick ein bisschen aufpassen.“ Der Fortuna-Coach weiter: „Mir wäre es lieb, wenn Anas zum jetzigen Zeitpunkt durchatmen könnte und nicht reisen müsste in einer Zeit, in der die anderen gesteuert trainieren können. Wenn ich es mir aussuchen könnte, hätte ich ihn nicht geschickt, aber das kann ich nicht. Daher hoffen wir, dass er gut gesteuert wird und wir im Austausch mit dem Verband auch regelmäßig Informationen bekommen.“
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