„Es ist ganz komisch“ - Kroos kritisiert Ex-Klub
Ein Weltmeister von 2014 meckert über seinen Ex-Klub. Von Januar 2009 bis Sommer 2010 spielte Toni Kroos (36) für Leverkusen, packte dort den absoluten Durchbruch. Auch von seiner Wahlheimat Madrid verfolgt der ehemalige Real-Star das aktuelle Geschehen – und kann seinen früheren Verein nicht mehr so richtig wiedererkennen.
„Ich fand es ein komisches Transferfenster von Leverkusen, muss ich sagen. Es war auch eine komische Kommunikation irgendwie“, sagt der Ex-Nationalspieler in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ , den er zusammen mit seinem Bruder und Ex-Profi Felix (35) betreibt. Toni erklärt: „Du rasierst Rob Andrich komplett, um gleichzeitig aber auf der Position zwei Spieler zu verkaufen. Weiß ich nicht … Also, es ist ganz komisch.“ Richtig ist: Mit Exequiel Palacios (27, zu Ipswich) wurde nur ein Spieler für diese Position verkauft, mit Kennet Eichhorn (17) kam einer hinzu.
Bei der enttäuschenden vergangenen Spielzeit mit u.a. zwei Trainerwechseln blutet dem einstigen Weltklasse-Spielmacher das Herz. Jetzt versucht Bayer mit dem spanischen Coach Carles Martínez (42) in die Erfolgsspur zu kommen. Kroos: „Für Leverkusen habe ich immer ein Faible, weil sich die Spielweise nie geändert hat, weil sie eigentlich immer einen fußballerischen Ansatz haben. Und das mag ich.“ Was Kroos nicht gefiel, waren die Trainerwechsel: „Ungewöhnlich. Für mich stand da schon immer Konstanz oder eine gewisse Unaufgeregtheit in Leverkusen. Gefühlt ist diese weise Entscheidungsfindung in dem letzten Jahr so ein bisschen abhandengekommen. Ich finde das keine überragende Entwicklung.“
Unangenehm war Kroos zuletzt auch eine Urlaubsaktion in Griechenland, weil der dreifache Familienvater beim Frühstücksbuffet eine Mitnehmbox für seine zwei Kinder, die mit seiner Ehefrau im Ferienhaus blieben, befüllen musste. „Mir ist der Moment peinlich, nach einer To-go-Box zu fragen. Du musst ja einberechnen, dass die Leute mich kennen und denken: Der hat doch genug Geld, der fragt jetzt nach einer To-go-Box, weil er sich das restliche Essen des Tages nicht leisten kann? Das ist so mein Gedanke. Und der zweite peinliche Moment ist, dann mit so einer Box durch das Buffet zu laufen und einfach aufzufüllen. Und das inmitten von Leuten, die sich vielleicht gerade das erste Mal etwas holen. Ich möchte da doch nicht rumrennen mit meiner To-go-Box und vielleicht noch das letzte Croissant einpacken und mitnehmen.“
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.