Statt Elbtower: Naturkundemuseum - Neues Angebot spart 100 Millionen Euro
Der Senat prüft ein neues Angebot für das Naturkundemuseum.
Was spricht für den Standort am Besenbinderhof statt im unfertigen Elbtower? Der Elbtower hat Konkurrenz als möglicher Sitz für das geplante Naturkundemuseum bekommen.
Statt in die Hafencity könnte die Einrichtung auch in einen leerstehenden Bürokomplex unweit des Hamburger Hauptbahnhofs ziehen - und zwar zu geringeren Kosten.
Der geschäftsführende Gesellschafter des Hamburger Immobilienunternehmens Büll & Liedtke, Thorsten Testorp, sagte dem „Hamburger Abendblatt“, nachdem sich zuletzt Bürgermeister Peter Tschentscher ( SPD ) skeptisch ob der Elbtower-Verhandlungen gezeigt habe, „haben wir der Senatskanzlei ein konkretes Angebot zum Kauf des projektierten Museumsgebäudes unterbreitet“.
Neues Angebot 100 Millionen Euro günstiger Die Kosten für Teile des Stadtkontors am Besenbinderhof, in dem früher die Generali-Versicherung residierte, bezifferte Büll & Liedtke auf 495 Millionen Euro.
Das schlüsselfertige Angebot wäre damit 100 Millionen Euro günstiger als der bislang vom Senat ins Auge gefasste Museumsstandort im Elbtower.
Die B&L Gruppe hatte bereits in der Vergangenheit Interesse am Naturkundemuseum gezeigt, war aber zunächst nicht durchgedrungen.
Hamburgs rot-grüner Senat favorisierte den nach wie vor unfertigen Elbtower als Museumssitz.
Doch da sich auch SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf skeptisch gezeigt hatte, „haben wir unser Konzept zur Ansiedlung der geplanten öffentlichen Ausstellung, der umfangreichen Sammlung und der Forschung noch mal intensiv überarbeitet und es zur Verfügung gestellt“, sagte Testorp dem „Abendblatt“.
Senatssprecher bestätigt Eingang des Angebots - wird jetzt geprüft Senatssprecher Christopher Harms bestätigte den Eingang des Angebots. „Das neue Angebot der B&L Gruppe ist eingegangen und wird geprüft“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Weitere Angaben machte er zunächst nicht.
Hamburg hat sich in der Vergangenheit verpflichtet, ein modernes Naturkundemuseum zu errichten.
Hintergrund ist der 2021 geschlossene Staatsvertrag von Nordrhein-Westfalen und der Hansestadt zur Gründung des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB).
In ihm zusammengeführt wurden nach Angaben der Stadt das Museum für Natur Hamburg sowie das Bonner Museum Koenig.
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