Femizide verhindern: Tausende Frauen als Gewaltopfer: Brandenburg für mehr Schutz
Fast 5.000 Frauen wurden im vergangenen Jahr Opfer häuslicher Gewalt in Brandenburg.
Im August wurden drei junge Frauen getötet.
Die Landesregierung will mehr Schutz.
Was ist geplant? Frauen in Brandenburg werden weit mehr als doppelt so häufig Opfer von häuslicher Gewalt als Männer.
Zugleich sind viel mehr Männer als Frauen laut der Kriminalstatistik der Polizei die Tatverdächtigen.
Das geht aus der Antwort von Sozialminister René Wilke (SPD) auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Noack und Ines Seiler hervor.
Die rot-schwarze Landesregierung will mit einem neuen Gesetz für einen größeren Schutz für Frauen sorgen.
In diesem Jahr wurden allein im August in Brandenburg drei junge Frauen getötet.
Prävention, Beratung, Schutzplätze - das alles sei gleichsam bedeutsam, sagte der Minister im Landtag.
Das geplante Gesetz wolle die Kommunen dabei entlasten. „Denn derzeit hängt die Frage von Schutzkonzepten, Schutzmöglichkeiten auch von den Möglichkeiten vor Ort so ab.
Das kann und darf nicht sein.“ Es gebe in Brandenburg 21 Einrichtungen und 135 Frauen- und Familienzimmer, sagte Wilke.
Eine Analyse zeige, dass 16 von 18 Kreisen weiteren Bedarf hätten und 283 Betten fehlten.
Die Schnittstellen zwischen Polizei, Justiz, Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Kommunen, Frauenhilfe, Bildung und Gesellschaft sollen besser miteinander verzahnt werden.
Der Sozialausschuss des Landtags berät über die Pläne weiter.
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