Risse an der Machtbasis - Trumps MAGA-Armee zerfällt
Washington (USA) – Götterdämmerung im Weißen Haus! In seiner zweiten Amtszeit legt Donald Trump die Latte für den unbeliebtesten Präsidenten immer tiefer. Die Amerikaner sind laut den jüngsten Umfragen so unzufrieden mit der Politik von Trump wie nie. Selbst in den Bereichen, die dem Republikaner einst die größte Unterstützung seiner Anhänger sicherten, sieht es inzwischen düster aus. DENN: Auch bei der Sicherung von Jobs und dem Grenzschutz kann der Präsident kaum noch überzeugen.
Besonders alarmierend für Trump: Nicht nur unter der gesamten Wählerschaft sinkt Umfragen zufolge die Zufriedenheit mit seiner Arbeit (von 19 Prozent im Januar auf 13 Prozent im August), auch bei seinen glühendsten Fans zeigt der Trend deutlich nach unten. Laut einer Reuters/Ipsos-Befragung im Auftrag von Newsweek sank der Anteil der republikanischen Wähler, die Trumps Arbeit uneingeschränkt („stark“) unterstützen, seit Januar um 14 Prozentpunkte – auf jetzt nur noch 35 Prozent. Heißt: Die Begeisterung für Trump ist deutlich abgekühlt.
Zwar hat sich die grundsätzliche Loyalität der Partei zum Präsidenten kaum verändert (die allgemeine Zustimmung der Republikaner sank seit Januar nur um 3 Punkte auf 82 Prozent), doch die Ernüchterung seiner glühendsten Fans ist ein großes Problem. Der Grund: Trumps wirksamste politische Waffe war stets seine treue MAGA-Armee: Sie machte Kandidaten groß, schoss Gegner ab und hielt auch gemäßigte republikanische Politiker auf Kurs.
Nun bröckelt seine Machtbasis – und das ausgerechnet vor den wichtigen Kongresswahlen im November, für die Trump nicht nur hoch motivierte Wahlkämpfer braucht, sondern auch eine Partei, die geeint hinter ihrem Präsidenten steht.
Was die Lage noch brenzliger macht: Trump brechen auch die politischen Festungen weg, auf denen sein Comeback bei der Präsidentschaftswahl 2024 beruhte. In der jüngsten Strength in Numbers/Verasight-Umfrage liegt er auf keinem einzigen Politikfeld mehr im Plus – ein Novum in der Geschichte der monatlich erhobenen Befragung. Sie bündelt insgesamt zwölf Bereiche – darunter auch den Grenzschutz (jahrelang Trumps Kernthema). Und auch in diesem Punkt sind nur noch 31 Prozent der Wähler „sehr zufrieden“, 39 Prozent sind „sehr unzufrieden“.
Ebenso verheerend: Ausgerechnet bei der Inflation kassiert Trump sein schlechtestes Ergebnis überhaupt (8 Prozent „sehr zufrieden“, 56 Prozent „sehr unzufrieden“). Für einen Präsidenten, der mit dem Versprechen sinkender Lebenshaltungskosten zurück an die Macht kam, ist das ein Offenbarungseid – zumal zehn Wochen vor den nächsten Wahlen. Heißt für Trump: Er steht noch mehr unter Druck, endlich Erfolge zu liefern, statt sie nur herbeizureden.
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